Lüneburg (dapd). Im Städtedreieck zwischen Bremen, Hannover und Hamburg liegt die Lüneburger Heide. Zur Heideblüte im Spätsommer verwandelt sich die eher karge Landschaft in ein liebliches, lilafarbenes Blütenmeer. Doch auch schon im Frühjahr hat Mitteleuropas größte zusammenhängende Heidelandschaft viel zu bieten: Die 23.000 Hektar des Naturschutzgebietes sind autofrei und die Natur wirkt ganz unberührt.

Tatsächlich verdankt die Heide-, Geest- und Waldlandschaft der Lüneburger Heide ihre markante Vegetation dem Menschen. Durch Rodung und Beweidung verschwanden die Wälder auf dem sandigen Boden. Noch heute sorgen Heidschnucken für das typische Aussehen, mit ein wenig Glück können Besucher einen Schäfer mit einer Herde Schnucken sehen.

Kultur und Natur in der Lüneburger Heide

Die Schafe mit dem markanten geschwungenen Hörnern sind auch Namensgeber für Norddeutschlands neuesten Qualitätswanderweg. Der Heidschnuckenweg führt über 220 Kilometern von Hamburg bis Celle. Wer aufmerksam ist, kann das Rauschen der Blätter in den silbrigen Birken und das Zwitschern vieler Vögel wie der Heidelärche, der Nachtschwalbe oder der Schwarzkehlchen hören. Typisch sind auch die dunkelgrünen Wacholderbüsche mit ihrem herben Duft.

Der Wanderweg führt durch kleine Heidedörfer mit typischen Häusern im Fachwerkstil, vorbei an Findlingsmauern, an urwaldartigen Wäldern, durch Flussauen, Heidehänge und weite Heideflächen. Einen unvergesslichen Blick über die Wald- und Heidelandschaft des Naturschutzgebietes bietet der Wilseder Berg, der mit 169 Metern die höchste Erhebung der nordwestdeutschen Tiefebene ist. Bei schönem Wetter sind von hier aus die Spitzen der Lüneburger Kirchtürme zu sehen.

In der alten Salzstadt Lüneburg mit ihrer berühmten Backsteingotik-Architektur sind das alte Rathaus, das Salzmuseum und der historische Platz Am Sande mit den alten Häusern aus der Blütezeit der Hansestadt besonders sehenswert. In der romantischen Kneipenmeile am Alten Hafenviertel kann man den Tag stilvoll ausklingen lassen.

Im Internet erfährt man unter heidschnuckenweg.de Näheres über den Wanderweg und erhält GPS-Daten sowie Prospektmaterial. Weitere Informationen findet man außerdem unter lueneburger-heide.de und lueneburg.de.

dapd