Berlin (dapd). Bei einem Zeckenbiss sollte das Spinnentier so rasch wie möglich von der Haut entfernt werden. So sei die Gefahr geringer, sich mit Borreliose zu infizieren, sagt Curt Beil vom Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN). Denn die Bakterien würden erst nach einigen Stunden übertragen, beziehungsweise das Infektionsrisiko nehme mit Dauer des Saugakts der Zecke zu, erklärt er. Die Symptome einer Borreliose sind unspezifisch, deshalb wird sie oft erst spät diagnostiziert. Bleibt sie unbehandelt, können die Erreger unterschiedliche Organe und Gewebe befallen, darunter auch die Nerven und Hirnhäute.
Typisches Anzeichen einer Borreliose-Infektion ist eine Hautrötung an der Einstichstelle, die sich nach und nach ringförmig ausbreitet – allerdings tritt sie nur bei der Hälfte der Betroffenen auf. Oft verläuft eine Erkrankung schleichend. Symptome können heftige Schmerzen in den Extremitäten, aber auch im Rücken und Bauchbereich sein, ebenso wie ein- oder beidseitige Gesichtslähmungen, Schwellungen oder Schmerzen in den Gelenken. Auch Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Schwindel, Konzentrationsstörungen oder Gewichtsabnahme kann auf eine Borreliose hindeuten. Ein Bluttest kann Klarheit bringen.
Gegen die zweite von Zecken übertragene Erkrankung, die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine Impfung möglich. Der Erreger wird von Zecken in bestimmten Risikogebieten überwiegend im Süden Deutschlands weitergegeben.
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