Zu Ostern steht bei vielen Autofahrern der Wechsel
von Winter- auf Sommerreifen an. Dabei sollte man einen kritischen
Blick auf die Pneus werfen, rät der TÜV Rheinland. „Zwar sind nur
1,6 Millimeter Profiltiefe vorgeschrieben. Doch bereits bei einer
Profiltiefe von vier Millimetern nimmt die Haftung des Reifens bei
Nässe deutlich ab.
Köln (dapd). Zu Ostern steht bei vielen Autofahrern der Wechsel
von Winter- auf Sommerreifen an. Dabei sollte man einen kritischen
Blick auf die Pneus werfen, rät der TÜV Rheinland. „Zwar sind nur
1,6 Millimeter Profiltiefe vorgeschrieben. Doch bereits bei einer
Profiltiefe von vier Millimetern nimmt die Haftung des Reifens bei
Nässe deutlich ab. Beschleunigungskräfte, Brems- und Lenkkräfte
können nicht mehr optimal übertragen werden“, gibt TÜV-Experte
Hans-Ulrich Sander in Köln zu bedenken.
Tests bei Autos ergaben laut Sander, dass sich auf nasser
Fahrbahn bei einer Vollbremsung der Bremsweg mit Autoreifen einer
Profiltiefe von acht Millimetern im Gegensatz zu den
vorgeschriebenen 1,6 Millimetern nahezu halbiert. Deshalb rät der
Fachmann, Reifen nicht bis auf die gesetzliche Mindestprofiltiefe
abzufahren. Je nach Breite der Sommerreifen sollte man spätestens
bei drei Millimetern neue Pneus kaufen.
Die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe gilt auf der gesamten
Lauffläche des Reifens. Ein optisches Hilfsmittel, die
Mindestprofiltiefe zu kontrollieren, sind Profilindikatoren am
Reifen. Ein „TWI“ (Tread Wear Indicator) ist meist mit einem kleinen
Pfeil auf der Reifenseitenwand markiert. Diese Abnutzungsindikatoren
sind beispielsweise kleine Stege oder Erhebungen in den
Hauptumfangsrillen, die bei einem abgefahrenen Profil sichtbar
werden.
Ist der Reifen verschlissen, müssen Fahrer und Halter mit
rechtlichen Konsequenzen rechnen. Unter Umständen wird der Fahrer
oder Halter bei einem Unfall sogar durch die Haftpflichtversicherung
in Regress genommen.
dapd.djn/T2013031100955/nom/K2120/mwa
(Köln)