Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner
(CSU) will dem Pferdefleischskandal mit einem nationalen Aktionsplan
beikommen. Beim Treffen mit ihren Kollegen der Ländern wolle Aigner
dazu am Montag einen Entwurf vorlegen, teilte ihr Ministerium am
Sonntag mit. Unter anderem sollten das Untersuchungsprogramm für
Deutschland ausgeweitet und die Information der Verbraucher
verbessert werden.
Berlin (dapd). Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner
(CSU) will dem Pferdefleischskandal mit einem nationalen Aktionsplan
beikommen. Beim Treffen mit ihren Kollegen der Ländern wolle Aigner
dazu am Montag einen Entwurf vorlegen, teilte ihr Ministerium am
Sonntag mit. Unter anderem sollten das Untersuchungsprogramm für
Deutschland ausgeweitet und die Information der Verbraucher
verbessert werden. Zudem will sich Deutschland dafür einsetzen, dass
europaweit eine Herkunftskennzeichnung auch für verarbeitete
Fleischprodukte eingeführt wird.
Fleischprodukte sollen nach Aigners Plänen bis Ende März EU-weit
koordiniert auf nicht deklariertes Pferdefleisch und Rückstände von
Tierarzneimittel untersucht werden. Untersucht werden sollen Waren
aus EU-Staaten, aber auch Importwaren. Zudem sollen Bund und Länder
Informationen über zurückgerufene Produkte auf eine zentrale
Internetseite stellen. Außerdem sollen sich Bürger an die
Verbraucherlotsen des Bundesministeriums wenden unter der
Telefonnummer 0228/24252627, die an Wochentagen von 8.00 bis 18.00
Uhr zu erreichen ist. Auch soll untersucht werden, ob es
wirtschaftliche Anreize zur Verbrauchertäuschung gibt.
dapd.djn/T2013021300765/roy/bv
(Berlin)