Die Forderung der Industrie nach einer
Abwrackprämie für alte Kühlschränke und Waschmaschinen hat offenbar
wenig Chancen auf eine Umsetzung. „Wir unterstützen solche
Vorschläge nicht“, sagte eine Sprecherin von Bundesumweltminister
Peter Altmaier (CDU) am Mittwoch in Berlin. Der Minister wolle keine
neuen Subventionstatbestände schaffen.
Berlin (dapd). Die Forderung der Industrie nach einer
Abwrackprämie für alte Kühlschränke und Waschmaschinen hat offenbar
wenig Chancen auf eine Umsetzung. „Wir unterstützen solche
Vorschläge nicht“, sagte eine Sprecherin von Bundesumweltminister
Peter Altmaier (CDU) am Mittwoch in Berlin. Der Minister wolle keine
neuen Subventionstatbestände schaffen. Damit reagierte die
Sprecherin auf Forderungen etwa von Bosch, eine solche Abwrackprämie
für alte Hausgeräte einzuführen.
Der Geschäftsführer der Firma Robert Bosch Hausgeräte, Harald
Friedrich, hatte in den Zeitungen der Essener WAZ-Gruppe darauf
hingewiesen, dass es in Deutschland rund 30 Millionen
Haushaltsgeräte gebe, die älter als 14 Jahre seien. Das entspreche
17 Prozent des gesamten Bestands. Würden diese Geräte durch moderne
Maschinen ersetzt, könnten acht Milliarden Kilowattstunden Strom pro
Jahr eingespart werden. „Das würde ein großes Kohlekraftwerk
verzichtbar machen“, sagte Friedrich.
Verbraucher könnten mit der Anschaffung neuer Geräte bei den
Stromkosten deutlich mehr als 100 Euro im Jahr einsparen. „Wenn die
Anschaffung des Geräts 850 Euro kostet, hat sich der Kauf innerhalb
von acht bis neun Jahren komplett amortisiert“, sagte der Manager.
Mit einer Abwrackprämie könnte der Zeitraum zusätzlich verkürzt
werden.
dapd.djn/T2013040201867/spa/mwa
(Berlin)