Legehennen werden in Deutschland immer seltener in
kleine Käfige gesperrt. Beinahe zwei Drittel der bundesweit 36,6
Millionen Legehennen wurden im vergangenen Jahr am Boden gehalten.
Knapp 15 Prozent oder 5,4 Millionen Tiere lebten in Freilandhaltung,
gut 13 Prozent oder 4,9 Millionen Hühner in Käfigen.
Berlin (dapd). Legehennen werden in Deutschland immer seltener in
kleine Käfige gesperrt. Beinahe zwei Drittel der bundesweit 36,6
Millionen Legehennen wurden im vergangenen Jahr am Boden gehalten.
Knapp 15 Prozent oder 5,4 Millionen Tiere lebten in Freilandhaltung,
gut 13 Prozent oder 4,9 Millionen Hühner in Käfigen. Die Bio-Haltung
umfasste knapp acht Prozent oder 2,9 Millionen Hennen, allerdings
legte sie im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent zu – die der Boden-
oder Freilandhaltung jeweils um knapp neun Prozent.
Die Vorgaben für die Haltung der Tiere änderten sich in den
vergangenen Jahren deutlich. Seit 2009 ist die Hennenhaltung in
konventionellen Käfigen verboten. Nach Abschluss der Umrüstungsphase
im Jahr 2010 erfolgte der Aufbau der Legehennenbestände. Allerdings
wird auch diese Art der Haltung von Tierschützern kritisiert.
Für die Haltung von Legehennen im ökologischen Landbau gelten
besondere Regeln. So sind maximal 230 Legehennen pro Hektar
landwirtschaftlicher Fläche zugelassen, nach Bioland-Vorgaben sogar
nur 140. Die Bestände dürfen nicht mehr als 3.000 Tiere umfassen.
Sechs Tiere pro Quadratmeter Stallfläche sind erlaubt, vier
Quadratmeter Grünauslauf mit Pflanzen und Gehölzen muss jedem Tier
zur Verfügung stehen. Mindestens ein Drittel der Stallfläche muss
sogenannter Scharrraum sein. Außerdem müssen erhöhte Stangen
beziehungsweise Nester zur Verfügung stehen.
(Übersicht des Tierschutzbundes zur Haltung von Legehennen im
Internet: http://url.dapd.de/sxHlCR )
(Quellen: Statistisches Bundesamt, Bioland, Deutscher
Tierschutzbund)
dapd.djn/T2013022400251/shr/mwa
(Berlin)