Im Skandal um falsch ausgezeichnete Bio-Eier
fordert der ökologische Anbauverband Bioland ein konsequentes
Durchgreifen der Behörden. „Agrarindustrielle Großbetriebe bringen
die gesamte Biobranche wiederholt in Verruf“, sagte der Präsident
des Anbauverbands, Jan Plagge, am Montag in Mainz. Die zuständige
Staatsanwaltschaft aber auch die Kontrollbehörden müssten jetzt hart
durchgreifen.

Mainz (dapd). Im Skandal um falsch ausgezeichnete Bio-Eier
fordert der ökologische Anbauverband Bioland ein konsequentes
Durchgreifen der Behörden. „Agrarindustrielle Großbetriebe bringen
die gesamte Biobranche wiederholt in Verruf“, sagte der Präsident
des Anbauverbands, Jan Plagge, am Montag in Mainz. Die zuständige
Staatsanwaltschaft aber auch die Kontrollbehörden müssten jetzt hart
durchgreifen.

Plagge forderte: „Die Täter müssten nicht nur hart bestraft
werden, sondern auch mit einem Verbot der Bioproduktion belegt
werden.“ Im Anbauverband Bioland sind eigenen Angaben zufolge mehr
als 5.719 Landwirte organisiert. Von dem Eier-Skandal seien bisher
keine Bioland-Betriebe betroffen.

Die Staatsanwaltschaft Oldenburg geht davon aus, dass Millionen
Eier mit der Kennzeichnung „Freiland“ – teils sogar als Bio-Eier –
verkauft wurden, obwohl sie diese Bezeichnungen nicht verdienten.
Freiland-Hennen müssen über eine Auslauffläche von mindestens vier
Quadratmetern verfügen. Die beschuldigten Betriebe sollen die Hennen
dagegen auf engstem Raum in Ställen zusammengepfercht haben.

(Zusammenfassung bis 1230, 25 Zeilen)

dapd.djn/T2013022400251/mpt/bv

(Mainz)