Bei mehreren in Deutschland verkauften
Tiefkühlprodukten besteht jetzt ebenfalls der Verdacht, dass
Rindfleisch durch Pferdefleisch ersetzt wurde.
Düsseldorf (dapd). Bei mehreren in Deutschland verkauften
Tiefkühlprodukten besteht jetzt ebenfalls der Verdacht, dass
Rindfleisch durch Pferdefleisch ersetzt wurde. Betroffen seien unter
anderem Produkte der Kaiser’s Tengelmann Eigenmarke „A&P“, der
Edeka-Marke „Gut & Günstig“ und des Tiefkühldienst-Unternehmens
Eismann, sagte der nordrhein-westfälische Verbraucherschutzminister
Johannes Remmel (Grüne) am Mittwoch in Düsseldorf. In den meisten
Fällen gehe es dabei um Tiefkühl-Lasagne
Der Minister betonte, nachdem die EU eine Lieferliste über
verdächtige Produkte übermittelt habe, bemühe sich seine Behörde
derzeit, die Lieferwege nachzuvollziehen und Proben sicherzustellen.
Erste Produkte seien bereits in den Labors, doch werde der Test wohl
drei Tage dauern. Erst dann könne gesagt werden, ob und wenn ja, wie
viel Pferdefleisch die Produkte enthielten.
Die betroffenen Unternehmen hätten offenbar schon frühzeitig
Verdacht geschöpft und einige Produkte aus dem Angebot genommen,
sagte der Minister. Doch seien die Behörden nicht informiert worden.
Dies sei zwar rechtlich nicht zu beanstanden, erschwere aber die
Aufklärung des Skandals.
Ausdrücklich betonte Remmel, dass von einwandfreiem Pferdefleisch
keine Gesundheitsgefährdung ausgehe. Dennoch handele es sich um
kriminelle Machenschaften und eine Täuschung der Verbraucher.
Deshalb stelle sich die Frage, ob die Herkunftskennzeichnung bei
Lebensmitteln nicht verbessert werden müsse.
dapd.djn/T2013021300765/re/mwa
(Düsseldorf)