Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland sind
eher unzufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen und zudem weniger
glücklich als ihre Kollegen im europäischen Ausland. Das geht aus
einer Umfrage des Personalvermittlers Stepstone unter europaweit
13.000 Beschäftigten hervor.
Eschborn (dapd). Die meisten Arbeitnehmer in Deutschland sind
eher unzufrieden mit ihren Arbeitsbedingungen und zudem weniger
glücklich als ihre Kollegen im europäischen Ausland. Das geht aus
einer Umfrage des Personalvermittlers Stepstone unter europaweit
13.000 Beschäftigten hervor.
Nach Angaben von Stepstone sind 55 Prozent der Befragten aus
Deutschland wenig oder gar nicht glücklich in ihrem aktuellen Job.
Im europäischen Vergleich falle die Bewertung unterdurchschnittlich
aus: Auf einer Skala von eins (sehr unglücklich) bis zehn (sehr
glücklich) bewerteten die Deutschen ihre Arbeitszufriedenheit mit
5,1, während der europäische Mittelwert bei 5,5 liege.
Fast neun von zehn deutschen Beschäftigten stimmten zudem der
Aussage zu, dass sich der Job auch auf das Privatleben auswirke, und
zwar bei immerhin 60 Prozent der Arbeitnehmer negativ.
Übrigens hielten die befragten Arbeitgeber ihre Beschäftigten für
weitaus glücklicher: Auf der Bewertungsskala vergeben die Chefs
einen Wert von 7,1 und damit eine Note, die weit über dem
Bewertungsniveau der Arbeitnehmer liegt.
Diese Diskrepanz lasse sich auch dadurch erklären, dass die
wenigsten Arbeitgeber die Zufriedenheit in der Belegschaft
systematisch evaluierten, erläutert die Personalvermittlung. Nur ein
Drittel der 1.000 befragten Unternehmen analysiere Indikatoren wie
Fehlzeiten und Leistungsniveaus, noch weniger Arbeitgeber
erforschten Gründe für den Weggang von Mitarbeitern. Damit
verzichteten Unternehmen jedoch auf Informationen, die eine wichtige
Quelle für Verbesserungsprozesse sein könnten, betont Stepstone.
dapd.djn/T2013022702100/rog/K2120/mwa
(Eschborn)