Können Schüler überhaupt eine
Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen? Diese Frage stellen sich
Eltern, die mit entsprechenden Angeboten der Versicherungswirtschaft
konfrontiert werden. Und tatsächlich lohnt es sich, über eine solche
Police nachzudenken.

Berlin (dapd). Können Schüler überhaupt eine
Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen? Diese Frage stellen sich
Eltern, die mit entsprechenden Angeboten der Versicherungswirtschaft
konfrontiert werden. Und tatsächlich lohnt es sich, über eine solche
Police nachzudenken.

Der Hauptgrund: Natürlich kann ein Kind schon während der
Schulzeit invalide werden und ist dann vielleicht ein Leben lang auf
finanzielle Unterstützung angewiesen. Eine entsprechende
Versicherung kann dieses Risiko finanziell abfedern.

So bietet etwa die Nürnberger Versicherung eine
Schulunfähigkeitsversicherung an. Abgesichert ist damit das Risiko,
dass der Nachwuchs mehr als sechs Monate außerstande ist, seine
Schulausbildung fortzusetzen. Für diesen Fall kann eine Rente von
bis zu 1.000 Euro versichert werden, die im Maximalfall bis zum 67.
Geburtstag gezahlt wird. Der Beitrag für diese Absicherung liegt bei
einem zehnjährigen Mädchen und einer Monatsrente von 1.000 Euro bei
knapp 40 Euro monatlich.

Zwtl.: Klassische Policen als Alternative

Schüler ab dem 15. Lebensjahr können auch auf die klassischen
Berufsunfähigkeitsversicherungen zurückgreifen. Damit steht dann –
genauso wie bei Erwachsenen – das Spektrum der Top-Versicherer
offen. Zu den besten Angeboten gehört hier die
Starter-Berufsunfähigkeitsversicherung der Generali: Je nach
Vertragsdauer ist in den ersten fünf Jahren ein Rabatt von bis zu 60
Prozent und in den Jahren sechs bis zehn ein Rabatt von bis zu 25
Prozent möglich. Erst ab dem elften Jahr ist der Beitrag dann voll
zu zahlen.

Grundlage für den Rabatt ist der Smart-Beitrag, der etwas höher
liegt als der klassische Beitrag der Berufsunfähigkeitsversicherung.
So zahlt ein 16-jähriger Schüler für 1.000 Euro Rente bis zum 65.
Geburtstag bei der Generali zu Beginn der Vertragslaufzeit 20,37
Euro, nach fünf Jahren dann 40,74 Euro und nach zehn Jahren 50,93
Euro. Beim klassischen Tarif werden durchgehend 40,69 Euro für die
49 Jahre Vertragslaufzeit kalkuliert.

Unter dem Strich kommt das Rabattangebot den Versicherten damit
über die 49 Jahre als Einsteigertarif rund 3.500 Euro teurer. Die
Mehrkosten sind aber vertretbar, weil dieser Aufschlag einen
Top-Schutz in den ersten Jahren zu günstigen Preisen ermöglicht.

Zwtl.: Genau nachrechnen

Für Kinder und Jugendliche sind auf den ersten Blick auch
einjährig kalkulierte Tarife eine gute Wahl. Bei diesen Policen
werden die Prämien für jedes Versicherungsjahr entsprechend dem
jeweiligen Risiko ermittelt. Junge Einsteiger zahlen damit häufig
extrem günstige Prämien. So versichert etwa die Dialog 1.000 Euro
Rente für 12,13 Euro im Monat.

Über die gesamte Vertragslaufzeit steigt die Prämie dann aber
kontinuierlich an. Erst kurz vor Vertragsende sinkt sie wieder auf
das Ausgangsniveau. Insgesamt ist aber davon auszugehen, dass solche
einjährig kalkulierten Tarife insgesamt bis zu doppelt so viel
kosten wie klassische Policen. Verbraucher laufen damit Gefahr,
eindeutig zu viel zu zahlen.

dapd.djn/T2013011602129/ome/K2120/rad

(Berlin)