© Andreas Mettler  / pixelio.deIhr liebstes Hobby ist das Wandern? Sie gehen gern spazieren aber haben Lust, mal etwas Neues zu entdecken? Dann versehen Sie doch Ihre Ausflüge mit ein bisschen Abwechslung! Unser Vorschlag: Geocaching, die Schatzsuche der besonderen Art.

Die Regeln von Geocaching

Geocaching bedeutet im übertragenden Sinne so viel wie Schnitzeljagd mit Navigationsgerät und ist ein Spiel, das bereits auf der ganzen Welt viele Anhänger gefunden hat.
Dabei gibt es zwei Partien: diejenigen, die Schätze verstecken und diejenigen, die versuchen, die Verstecke aufzuspüren. Bei diesen Schätzen handelt es sich um wasserdichte Behälter, die meist in der freien Natur versteckt werden, also in Parks, an Seen, am Meer, in Wäldern oder in den Bergen. Sie beinhalten ein Logbuch, in das sich jeder einträgt, der den Schatz einmal gefunden hat und eventuell ein Notizbuch, um den nachfolgenden Entdeckern Nachrichten zu hinterlassen.

In den Boxen befinden sich außerdem Tauschobjekte, also Dinge, die Mitspieler vor Ihnen hineingelegt haben. Es gilt die Regel: „Get some stuff, leave some stuff“. Übersetzt: Nimm dir etwas, hinterlasse etwas. Danach wird der Schatz wieder dort versteckt, wo man ihn gefunden hat, damit nachfolgende Mitspieler genauso viel Freude daran haben können, wie Sie.

So finden Sie den Schatz

Jeder, der einen Behälter versteckt, gibt die Koordinaten des Versteckes im Internet an, beispielsweise auf der Seite geocaching.com. Hier sind weltweit die meisten sogenannten „Caches“, also Verstecke, gelistet. Möchten Sie nun auf digitale Schatzsuche gehen, dann suchen Sie sich eines der Verstecke aus und mithilfe der zur Verfügung gestellten Koordinaten und eines GPS-Empfängers (Global Positioning System), beispielsweise einem Handy, können Sie sich auf die Suche begeben und erreichen hoffentlich das Ziel! Nach dem Erlebnis kann der Suchende im Netz das Versteck bewerten und eine Notiz hinterlassen, wie es ihm gefallen hat und wie kompliziert oder simpel es zu finden war.

Das Spiel liefert unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, manche Gebiete sind schwerer zu erreichen als andere und das teilweise auch nur mit einer bestimmten Ausrüstung. Einige „Caches“ stellen auch nur den Startpunkt einer Schatzsuche mit mehreren Stationen dar, sodass richtige Touren gemacht werden können. Außerdem gibt es verschiedene Arten des Geocaching: Neben dem traditionellen Koordinaten-Caching bietet beispielsweise das Rätsel-Caching eine besondere Herausforderung, hier müssen die Suchenden erst einmal nachforschen und knobeln, bevor sie dem Rätsel des Schatzes auf die Schliche kommen können.

Ein großes Hobby – Geocaching

Mittlerweile hat sich im Internet eine große Gemeinschaft aufgebaut, die Geocaching zu ihrem Hobby auserkoren hat und sich digital sowie zu Stammtischen über ihre Leidenschaft austauscht. Alles begann im Jahr 2000, als der amerikanische Informatiker Dave Ulmer feiern wollte, dass GPS-Geräte für den privaten, nichtmilitärischen Gebrauch durch die Verbesserung der Positionsbestimmung einsatzfähiger wurden. Am 3. Mai desselben Jahres startete er über das Internet das neue Spiel, das später als Geocaching seinen Namen fand, indem er im US-Bundesstaat Oregon den ersten Schatz versteckte. Weltweit gibt es heute über 2 Millionen aktive „Caches“ und etwa fünf Millionen Mitspieler. Sind Sie schon einer von Ihnen?

 

Fotos: © Andreas Mettler  / pixelio.de