Lange haben wir ihn herbeigesehnt, nun ist er da – der Sommer! Das ist Lebensqualität pur: an den See fahren, grillen, einfach jede freie Minute draußen verbringen. Doch wenn die Temperaturen in die Höhe schießen, steigen auch die Gefahren für unsere Haustiere.
Stiche
Wie bei Menschen kann es auch bei unseren geliebten Tieren zu allergischen Reaktionen auf Wespen- oder Bienenstiche kommen. Problematisch wird es, wenn die Insekten in die Schnauze, ins Maul oder bei Verschlucken sogar in die Atemwege stechen. Es kann zu starken Schwellungen führen und im schlimmsten Fall zu Atemnot. Wenn sich Ihr Tier auffällig verhält, Gleichgewichtsstörungen auftreten oder es schwer atmet, sollten Sie schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen. Sind die Stiche an anderen Körperstellen dick geworden, können diese gekühlt und mit lindernder Salbe wie Fenistil eingerieben werden – achten Sie dabei darauf, dass Ihr Tier diese nicht ableckt. Bei Bienenstichen unbedingt den Stachel entfernen, andernfalls kann sich die Stelle entzünden.
Zeckenbisse
Sie sind wohl die ekelerregendsten Plagegeister in unseren Breitengeraden: Zecken bergen leider das Risiko, Infektionen zu übertragen. Fahren Sie Ihrem Vierbeiner am besten jeden Abend entweder per Hand oder mit einem speziellen Kamm durch das Fell und suchen Sie nach den Übeltätern. Nach Zeckenbissen sollten die betroffenen Stellen im Auge behalten werden, wenn diese sich entzünden, muss auch hier der Tierarzt konsultiert werden, um eine Infektion auszuschließen. Die Tiere mit Insektenspray einzusprühen ist nicht zu empfehlen, da sie diese ablecken und aufnehmen können. Eine Wurmkur sollte ebenfalls regelmäßig gemacht werden.
Hitze
Nicht nur Menschen können sich von der Sonne Verbrennungen zuziehen, besonders Tiere, die hell pigmentiert sind oder sehr kurzes oder sogar geschorenes Fell haben, sollten nicht zu lange den UV-Strahlen ausgesetzt werden.
Auf gar keinen Fall sollten Haustiere im Sommer im Auto gelassen werden, da sich das Fahrzeug sehr schnell aufheizt – auch im Schatten oder bei geöffnetem Fenster – und zu Überhitzung des Körpers führt. Das Tier sollte immer Zugang zu frischer Luft, Schatten und Wasser haben. Hunde beispielsweise beginnen zu hecheln, um Wärme nach außen abzugeben.
Ist aber die Außentemperatur zu hoch, kann das sehr leicht zu einem Hitzschlag führen, der schnell lebensbedrohlich wird, weil keine Kühlung für den Hund mehr möglich ist. Sollte es zu einer Überhitzung kommen, äußert sich diese durch starkes Hecheln, einen ängstlichen oder starrenden Blick, erhöhte Speichelproduktion, Schwächeanfälle oder lethargisches Verhalten, Koordinationsschwierigkeiten, Krämpfe oder Zittern, im Extremfall sogar durch Bewusstlosigkeit.
In jedem Fall sollten Sie das Tier langsam mit kaltem Wasser runterkühlen, bei den Pfoten beginnen und mit Ruhe nach und nach den ganzen Körper befeuchten – bloß nicht mit einem Mal mit viel Wasser begießen, das kann zu einem Schock führen. Außerdem gilt: viel Wasser trinken!
Vermeiden Sie auch lange Spaziergänge, besonders auf heißem Asphalt. Tragen Sie ruhig wasserfesten Sonnenschutz auf Nase und Ohren von Hunden und Katzen auf. Sind die Temperaturen auch im Schatten sehr hoch, sollte ihr Haustier nicht mit einem mal in den kalten See springen, auch hier muss sich der Körper zunächst an den starken Temperaturwechsel gewöhnen.
Fotos: © Jens Bredehorn / pixelio.de