Autofahrer bezahlen in Deutschland für Ersatzteile
offenbar oft zu viel. Nach Angaben des Automobilclubs ADAC schafft
der bestehende Designschutz für sichtbare Ersatzteile wie Kotflügel,
Scheiben oder Scheinwerfer eine Monopolstellung der Autohersteller
und führt dadurch zu höheren Preisen. „In Deutschland wird der
Verbraucher abgeschöpft“, sagte ADAC-Präsident Peter Meyer am
Freitag in Berlin.
Berlin (dapd). Autofahrer bezahlen in Deutschland für Ersatzteile
offenbar oft zu viel. Nach Angaben des Automobilclubs ADAC schafft
der bestehende Designschutz für sichtbare Ersatzteile wie Kotflügel,
Scheiben oder Scheinwerfer eine Monopolstellung der Autohersteller
und führt dadurch zu höheren Preisen. „In Deutschland wird der
Verbraucher abgeschöpft“, sagte ADAC-Präsident Peter Meyer am
Freitag in Berlin.
Eine Studie des Automobilclubs habe ergeben, dass der Preis für
die sichtbaren Ersatzteile in den vergangenen Jahren um 40 Prozent
gestiegen sei, der für nicht sichtbare dagegen nur um zwölf Prozent.
Laut EU-Designschutzrichtlinie dürfen die sichtbaren Ersatzteile
auch bei Reparaturen nur von den Autoherstellern bezogen werden.
Meyer forderte die europaweite Einführung einer Reparaturklausel
in die Designschutzrichtlinie. Eine entsprechende Klausel, die
Ersatzteile von der Richtlinie ausnimmt, gelte bereits in einigen
EU-Staaten.
Der Verband der Automobilindustrie verteidigte den Designschutz.
Dadurch werde Produktpiraterie verhindert. Zudem habe eine eigene
Untersuchung ergeben, dass die Preise für Ersatzteile in Ländern mit
einer Reparaturklausel vielfach nicht niedriger seien als in
Deutschland.
dapd.djn/T2013031551719/shr/mwa
(Berlin)