Alterszahnheilkunde passt sich den Bedürfnissen älterer Menschen an

Gesunde und funktionsfähige Zähne tragen wesentlich zur Lebensqualität bei. Ältere Menschen leiden jedoch häufig aufgrund von Zahnerkrankungen unter Problemen beim Sprechen und Essen, die den Alltag stark einschränken. „Alterszahnheilkunde, also der Erhalt der Mundgesundheit im hohen Alter, stellt daher eine Schlüsselaufgabe unserer täglichen Arbeit dar“, weiß Dr. med. dent. Uwe Hildebrand, MSc, leitender Zahnarzt der Zahnarztpraxis Oppspring. „Zu einer optimalen medizinischen Behandlung gehören neben Vorsorge- und Versorgungsmaßnahmen auch eine seniorengerechte Praxis sowie zusätzliche Kompetenzen in der Kommunikation.“

Vorbeugen durch vermehrte Kontrollen

Aufgrund von Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck baut die Leistungsfähigkeit des Immunsystems im Alter ab, was den gesamten Körper schwächt. Nisten sich dann Bakterien zwischen Zahn und Zahnfleisch ein, kommt es sehr schnell zu Zahnbetterkrankungen. Leichtes Bluten beim Putzen stellt ein erstes Anzeichen dafür dar. Im späteren Stadium bildet sich das Zahnfleisch langsam zurück, sodass Zähne sich lockern. „Viele Senioren verspüren zunächst keine Schmerzen, doch schon bei ersten Vorzeichen sollten sie einen Zahnarzt aufsuchen. Denn unbehandelt führt Parodontose zu Zahnverlust“, betont Dr. Hildebrand. „Wir raten unseren Patienten ab einem bestimmten Alter daher zu möglichst vier Zahnarztbesuchen im Jahr. Darunter fallen zwei professionelle Zahnreinigungen sowie zwei Kontrolltermine, um die Zahnhygiene zu überprüfen.“ Auf diese Weise beugt man Beschwerden vor und für den Fall, dass bereits eine Parodontose vorliegt, lässt sich diese erfolgreich behandeln.

Zubeißen wie in jungen Jahren

Kommt es aufgrund von falschem Putzverhalten oder äußeren Einflüssen wie Unfällen zu Zahnverlust, lassen sich entstandene Lücken mittels herausnehmbarem oder fest sitzendem Zahnersatz wieder schließen. „Bei älteren Menschen fällt die Wahl oftmals auf ein Implantat“, sagt der Experte. „Denn meist schlecht sitzende herausnehmbare Prothesen rufen schnell Druckstellen im Mund hervor. Entstandene Wunden heilen aufgrund einer altersbedingt veränderten Mundschleimhautstruktur dann nur sehr langsam.“ Fest sitzender Zahnersatz hingegen passt sich der Kiefersituation optimal an. Um diesen im Mund zu platzieren, nimmt eine künstliche Wurzel den Platz in der entstandenen Lücke ein. „Darauf fixieren wir dann den sichtbaren Zahn in Form von Brücken, Kronen oder speziellen Prothesen“, beschreibt Dr. Hildebrand den Vorgang. „Funktionell und optisch stehen diese Lösungen echten Zähnen in nichts nach.“ Implantate gelten daher als sichere Möglichkeit, festen Biss und problemloses Sprechen bis ins hohe Alter aufrechtzuerhalten und dadurch die Lebensqualität Betroffener lang anhaltend zu sichern.

Fester Knochen – fester Halt

Ausreichend vorhandenes und stabiles Kieferknochenmaterial stellt die Voraussetzung für eine erfolgreiche Implantation dar. „Bei älteren Patienten finden wir oftmals poröse Strukturen vor“, sagt Dr. Hildebrand. „Doch auch dieses Hindernis lässt sich dank moderner Methoden überwinden. Vor der Implantation bauen wir bei Betroffenen den Knochen mit körpereigenem Gewebe oder mit künstlichen Materialien wieder auf, sodass wir das Implantat daraufhin problemlos und fest in den Kiefer integrieren können.“

Quelle: Borgmeier Public Relations

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