Am 21. September ist Welt-Alzheimertag! Dabei geht es darum, durch verschiedene Aktivitäten in unterschiedlichen Städten Deutschlands auf die Krankheit aufmerksam zu machen und Aufklärung zu betreiben. Das diesjährige Motto lautet: Demenz – den Weg gemeinsam gehen“. Denn so willkürlich, wie die Krankheit zuschlägt, alleine soll damit niemand sein.
Mittlerweile kommt es im direkten oder entfernten Umfeld eines jeden Menschen zu Alzheimer-Erkrankungen. Die Diagnose ist oft ein Schock, jeder kennt die fatalen Auswirkungen des Vergessens. Zunächst sind es Gedächtnislücken, Stimmungsschwankungen, die Reaktionsfähigkeit nimmt ab. Im Laufe der Krankheit verlangsamt sich das Sprechen und Denken, die Erinnerung an jüngere Ereignisse verblasst schnell wieder, nur die Erinnerungen an lang Vergangenes bleibt bestehen. Die Pflegebedürftigkeit steigt im späten Stadium auf eine Rundum-Betreuung, selbst die engsten Verwandten werden dann nicht mehr erkannt, hinzu kommen weitere Infektionen.
Durch Aufklärung Hilfestellung leisten
Darum ist es umso wichtiger, dass Betroffene alle wichtigen Informationen, eine gerechte Betreuung und die dringend benötigte Unterstützung erhalten. Gerade in Entwicklungsländern wie Asien und Lateinamerika fehlt diese Art der Pflege. Mit etwa 35 Millionen erkrankten Menschen auf der ganzen Welt und der Schätzung, dass es bis 2050 circa 115 Millionen sein werden, versucht der Welt-Alzheimertag einen Schritt in eine Richtung zu machen, in der Menschen das Thema Alzheimer als eine Form der Demenz nicht ausblenden und verdrängen, sondern sich ihm stellen und mit ihm umzugehen lernen. Die Betroffenen sollen nicht aus der Gesellschaft ausgestoßen werden, sondern genau wie gesunde Menschen als respektierte Mitglieder der Gesellschaft anerkannt werden.
Seit 1994 findet der Welt-Alzheimertag statt. Jedes Jahr wird versucht, diesem Ziel ein bisschen näher zu kommen. Denn die Angst davor, mit der Krankheit ganz allein dazustehen – egal ob als Alzheimer-Patient oder als Angehöriger – ist verständlicherweise groß, schließlich gibt es keine Heilung. Mit Vorträgen, Tagungen, Plakaten, Gottesdiensten, Infomaterialien, Benefizkonzerten und vielen anderen Veranstaltungen organisieren regionale Selbsthilfegruppen und Alzheimer-Gesellschaften jedes Jahr ein umfangreiches Programm, das Hilfestellung leisten soll.
Weitere Informationen zu Veranstaltungen rund um den Welt-Alzheimertag gibt es bei der Deutschen Alzheimer Gesellschaft: http://www.deutsche-alzheimer.de/termine/welt-alzheimertag/veranstaltungen-zum-welt-alzheimertag.html