© Markus Vogelbacher  / pixelio.deIn Zeiten von Burn-out, Depression und Co. sowie einem ständigen Anstieg von Arzt- und Versicherungskosten wird individuell nach Möglichkeiten gesucht, das Leben stressfreier und gesundheitsbewusster zu gestalten. Ayurveda, die Naturheilkunde aus Indien mit einer langen Tradition, ist mittlerweile auch in Europa eine beliebte Methode, um Krankheiten vorzubeugen, Energie zurückzugewinnen und die Lebensqualität zu erhöhen.

Die Erhaltung und Pflege von Gesundheit

Die moderne Medizin greift meist erst dann ein, wenn der Mensch bereits erkrankt ist und nach Heilung verlangt. Ayurveda, deren Bedeutung aus dem indischen Sanskrit von Ayus, dem Leben und Veda, dem Wissen stammt, beschreibt ein ganzheitliches Konzept über das Dasein des Menschen, das über die Verabreichung von Medikamenten hinausgeht. Es meint die Erhaltung und Pflege der Gesundheit, Krankheiten wird somit erst gar keine Chance gelassen. Die drei Säulen Körper, Geist und Seele werden unter Betrachtung des Individuums und einer jeweils angepassten Behandlung in Einklang miteinander gebracht. Das vielfältige Angebot zum Wohlfühlen reicht von einem vorbereitenden Gespräch über Ganzkörper-Öl-Massagen für das Nervensystem und einer Reinigung von Schadstoffen bis hin zu Heilmitteln aus Kräutern und einer speziellen Ernährung.

Die Verbreitung der uralten Heilkunde

Der enorme Zulauf und das steigende Interesse an der alternativen Heilmethode in europäischen Ländern scheinen einer Entwicklung zu entsprechen, die sich nach mehr Harmonie und Ausgleich in der Gesellschaft sehnt. Bereits in den 1990ern reisten ayurvedische Ärzte aus Südasien nach Europa, um eines der ältesten medizinischen Heilsysteme der Welt zu verbreiten und zu lehren, dessen Ursprung wie es heißt so alt ist wie die Menschheit. Dabei existieren unterschiedliche Auffassungen über die ersten schriftlichen Belege über die ayurvedische Weisheitslehre. Einige Historiker vermuten, die Hauptbücher, sogenannte Veden, seien etwa 2000 v. Chr. über Kleinasien nach Indien gelangt, andere sind der Meinung, die Schriften stammen aus der Indus-Kultur und könnten somit bis zu 5000 Jahre alt sein.

Vor allem in Indien, aber auch in Nepal und Sri Lanka hat Ayurveda bis heute einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft und stellt die meistverbreitete Behandlungsmethode dar. Nach den Prinzipien und dem Wissen der Lehre wird die Routine des Alltags bestimmt, viele Bräuche beruhen auf ihrer Philosophie und sogar in der Küche finden viele der Heilkräuter Verwendung.
Mit dem wachsenden Angebot auch bei uns durch Institutionen wie Ayurveda-Wellness-Oasen und -praxen steigen die Möglichkeiten, belastungsbedingte und zu oft durch Stress verursachte Erkrankungen im Keim zu ersticken und stattdessen ein Bewusstsein für den eigenen Körper und seine Gesundheit zu entwickeln.

 

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