Die deutschen Geldinstitute haben sich gegen eine
gesetzliche Regelung der Obergrenze bei Dispositionskrediten
ausgesprochen. Sie reagierten damit am Donnerstag auf entsprechende
Forderungen aus der Politik. Zuvor hatte Bundesverbraucherministerin
Ilse Aigner (CSU) eine Studie vorgelegt, wonach Dispozinsen oft weit
über einer als profitabel angesehenen Schwelle von zehn Prozent
liegen.

Berlin (dapd). Die deutschen Geldinstitute haben sich gegen eine
gesetzliche Regelung der Obergrenze bei Dispositionskrediten
ausgesprochen. Sie reagierten damit am Donnerstag auf entsprechende
Forderungen aus der Politik. Zuvor hatte Bundesverbraucherministerin
Ilse Aigner (CSU) eine Studie vorgelegt, wonach Dispozinsen oft weit
über einer als profitabel angesehenen Schwelle von zehn Prozent
liegen. SPD, Grüne und Linke verlangten danach eine
Gesetzesregelung, während Aigner ein Spitzengespräch ankündigte.

Ein Gesetz lehnten die Spitzenverbände der Kreditwirtschaft zwar
ab, erklärte sich aber „bereit, den konstruktiven Dialog
fortzuführen“. Im übrigen verwiesen sie darauf, dass sich die Höhe
der Dispozinsen durch das höhere Ausfallrisiko erkläre und der
laufende Aufwand, „sie vorzuhalten und zu überwachen“, höher sei als
bei anderen Krediten. Angesichts des „intensiven Wettbewerbs unter
Banken und Sparkassen“ seien die Zinskonditionen marktgerecht.

(Zusammenfassung bis 1630, 65 Zeilen)

dapd.djn/T2012071951985/vf/rg/pon

(Berlin)