Der Deutsche Bauernverband pocht nach
dem Fund von vergiftetem Futtermittel auf bessere Kontrollen der
Hersteller. Um einen Befall mit Schimmelpilzen auszuschließen,
müssten die Rohprodukte besser überprüft werden, forderte Präsident
Joachim Rukwied in der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Die
Bauern treffe keine Schuld am derzeitigen Skandal.
Düsseldorf/Passau (dapd). Der Deutsche Bauernverband pocht nach
dem Fund von vergiftetem Futtermittel auf bessere Kontrollen der
Hersteller. Um einen Befall mit Schimmelpilzen auszuschließen,
müssten die Rohprodukte besser überprüft werden, forderte Präsident
Joachim Rukwied in der „Rheinischen Post“ (Samstagausgabe). Die
Bauern treffe keine Schuld am derzeitigen Skandal. „Ein Landwirt
muss davon ausgehen, dass er Futtermittel in einwandfreiem Zustand
geliefert bekommt“, sagte er.
Martin Müller, Vorsitzender des Bundesverbands der
Lebensmittelkontrolleure, wirbt in diesem Zusammenhang für eine
grenzüberschreitende Kooperation: „Wir brauchen eine Art
‚Lebensmittel-Europol‘. Es ist lange genug geredet worden. Jetzt
muss gehandelt werden“, sagte Müller der „Passauer Neuen Presse“
(Samstagausgabe).
In Niedersachsen sind insgesamt 3.560 Höfe mit Futtermitteln
beliefert worden, in dem sich ein mit dem krebserzeugenden
Schimmelpilzgift Aflatoxin B1 verseuchter Futtermais befand. Der
Mais wurde aus Serbien geliefert. Auch nach Sachsen, Sachsen-Anhalt,
Brandenburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern und die
Niederlande wurde vergiftetes Futter geliefert. Ein Problem stellt
Aflatoxin insbesondere in Milch dar. Laut dem
Landwirtschaftsministerium Niedersachsens ist eine Gesundheitsgefahr
für Menschen unwahrscheinlich.
dapd.djn/T2013030100279/vie/twi/
(Düsseldorf/Passau)