Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder
droht der Deutsche Beamtenbund (dbb) mit einer Ausweitung der
Warnstreiks. „Was wir bisher gemacht haben, war da nur ein
Vorgeschmack, sozusagen die Vorwärmphase“, sagte
dbb-Tarifverhandlungsführer Willi Russ dem Magazin „Focus“ laut
einem Vorabbericht von Samstag.
Berlin (dapd). Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder
droht der Deutsche Beamtenbund (dbb) mit einer Ausweitung der
Warnstreiks. „Was wir bisher gemacht haben, war da nur ein
Vorgeschmack, sozusagen die Vorwärmphase“, sagte
dbb-Tarifverhandlungsführer Willi Russ dem Magazin „Focus“ laut
einem Vorabbericht von Samstag. Dass die Arbeitgeber weiter kein
Angebot vorgelegt hätten, sei ein Signal mangelnder Wertschätzung.
„Das werden wir Anfang März mit schmerzhaften Warnstreiks im ganzen
Land beantworten.“
„Unsere Kollegen von der Politesse in Berlin bis zum
Beschäftigten in der bayerischen Steuerverwaltung sind verärgert. Da
müssen sich die Arbeitgeber auf einiges gefasst machen“, sagte Russ.
An den Unikliniken – vor allem in Nordrhein-Westfalen – werde es
größere Ausstände geben. „Viele aufschiebbare Operationen werden
Anfang März nicht stattfinden. An vielen Schulen wird der Unterricht
ausfallen“, kündigte Russ an. Fast überall in Deutschland sollen
auch Straßenmeistereien in Warnstreiks treten.
Die Gewerkschaften fordern von den Ländern für die rund 800.000
Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder unter anderem eine
Lohnerhöhung von 6,5 Prozent. In mehreren Bundesländern hatte es
dazu in der vergangenen Woche Warnstreiks gegeben. Die
Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) als Arbeitgeberseite hat r
noch kein Angebot vorgelegt. Die zweite Runde der Verhandlungen war
in der vergangenen Woche ergebnislos vertagt worden. Nun wollen sich
die Tarifparteien am 7. und 8. März erneut in Potsdam zu Gesprächen
treffen.
dapd.djn/T2013021850989/mpi/iha
(Berlin)