Die Suche nach einem geeigneten Grundstück für das
Eigenheim kann sehr anstrengend sein. Nicht nur, weil vor allem in
größeren Städten freie Flächen rar sind, sondern auch, weil die
Behörden bestimmen, wo und was gebaut werden darf. „Die
Planungshoheit liegt bei den Gemeinden“, informiert der Verband
Privater Bauherren. „Sie regeln mithilfe eines Bebauungsplanes, wie
im Detail bauen darf.“

Berlin (dapd). Die Suche nach einem geeigneten Grundstück für das
Eigenheim kann sehr anstrengend sein. Nicht nur, weil vor allem in
größeren Städten freie Flächen rar sind, sondern auch, weil die
Behörden bestimmen, wo und was gebaut werden darf. „Die
Planungshoheit liegt bei den Gemeinden“, informiert der Verband
Privater Bauherren. „Sie regeln mithilfe eines Bebauungsplanes, wie
im Detail bauen darf.“

Bevor es an die Suche geht, sollten die künftigen Bauherren ihre
wichtigsten Prioritäten klären. Dazu zählen die gewünschte Größe der
Wohnfläche und des Grundstücks sowie der Finanzierungsrahmen. Ganz
wichtig ist die Infrastruktur. Wenn Kinder da sind, müssen Kita und
Schule in der Nähe sein. Auch an Einkaufsmöglichkeiten, Arzt, Sport-
und Freizeiteinrichtungen sollte gedacht werden. Schließlich will
die Familie ja lange Zeit auf dem Grundstück leben.

Zwtl.: So viele Informationen wie möglich einholen

Dann kann es gezielt auf die Pirsch gehen. Informationen über
freie Grundstücke gibt es bei den Bauämtern der Gemeinden, bei
Bauträgern, Erschließungsgesellschaften und
Landesentwicklungsgesellschaften. Auch in Zeitungen und auf
einschlägigen Internetportalen können Bauherren fündig werden,
ebenso wie bei Banken und Sparkassen. Ein Tipp von Verwandten und
Bekannten kann ebenfalls zum Erfolg führen.

Wichtig ist, sich die infrage kommenden Grundstücke genau
anzusehen, und zwar nicht nur am Wochenende, sondern auch in der
Woche. Denn dann ergibt sich oft ein ganz anderer Eindruck von der
vermeintlich ruhigen Lage.

Kommt ein Grundstück in die engere Wahl, sollten Interessenten
unbedingt Einblick in den Bebauungsplan des betreffenden Gebiets
nehmen, rät der VPB. Sonst können sie böse Überraschungen erleben.

Anhand des Bebauungsplanes lässt sich nämlich feststellen, ob die
eigenen Pläne überhaupt zu den Vorstellungen der Gemeinde passen.
Darin sind die Art der Bebauung, Größe und Höhe des Gebäudes sowie
die maximal bebaubare Fläche geregelt. Er enthält Angaben über
Abstandflächen zum Nachbarn bis hin zur Firstrichtung und Traufhöhe
des neuen Hauses. Manchmal wird er noch durch eine
Gestaltungssatzung ergänzt, die sogar die Dachfarben oder ähnliches
festlegt. Nützlich ist, dass der Grundstückskäufer anhand des
Bebauungsplanes auch erkennen kann, was seine zukünftigen Nachbarn
bauen dürfen. Die Bebauungspläne sind öffentlich zugänglich und oft
im Internet einsehbar.

Rechtsgültige Bebauungspläne gibt es aber nur für Grundstücke,
die explizit als Bauland ausgewiesen sind. Auch wenn sie beim Kauf
noch nicht erschlossen sind, hat der Käufer einen Anspruch darauf,
eines Tages dort bauen zu dürfen, so der VPB. Es empfiehlt sich
nachzufragen, wann die Erschließung geplant ist.

Zwtl.: Erschließungskosten einkalkulieren

Wer aber ein Grundstück kauft, das im Flächennutzungsplan der
Gemeinde nur als künftiges Bauland ausgewiesen ist, muss unter
Umständen sehr lange warten, bis er bauen darf. Manchmal klappt es
auch gar nicht. Denn bei solchen Flächen handelt es sich lediglich
um Bauerwartungsland, das nicht zwingend in Bauland umgewandelt
werden muss.

Bei nicht oder nur teilweise erschlossenen Grundstücken müssen
Käufer zusätzlich Erschließungskosten in ihr Budget einkalkulieren.
Zwar übernehmen die Kommunen meist einen Teil, aber die Hauptlast
trägt der Eigentümer. Die Kosten für die Erschließung können 5 bis
15 Prozent der Hausinvestitionen betragen.

Das umgehen Käufer, die ein Baugrundstück in einem fertig
erschlossenen Gebiet erwerben. Dort sind alle rechtlichen
Voraussetzungen für den Bau erfüllt und der Bauherr kann sofort
seine Baupläne zur Genehmigung einreichen.

dapd.djn/T2012062803600/kaf/K2120/mwo

(Berlin)