Der Bundesgerichtshof hat die Kündigungsrechte
von Vermietern bei einem Mietrückstand gestärkt. Eine fristlose
Kündigung sei auch dann erlaubt, wenn der Mieter die Miete länger
nicht zahlt, weil er den Grund für einen Wohnungsmangel irrtümlich
beim Vermieter vermutet, entschied der BGH am Mittwoch in Karlsruhe.

Karlsruhe (dapd). Der Bundesgerichtshof hat die Kündigungsrechte
von Vermietern bei einem Mietrückstand gestärkt. Eine fristlose
Kündigung sei auch dann erlaubt, wenn der Mieter die Miete länger
nicht zahlt, weil er den Grund für einen Wohnungsmangel irrtümlich
beim Vermieter vermutet, entschied der BGH am Mittwoch in Karlsruhe.
Ein Mieter habe die Nichtzahlung der Miete zu vertreten, wenn ihm
„Vorsatz oder Fahrlässigkeit“ vorgeworfen werden könne.

Der BGH verwies darauf, dass ein Mieter bei Zweifeln über die
Ursache eines Mangels die Miete unter Vorbehalt zahlen könne. Dann
riskiere er nicht von vornherein eine fristlose Kündigung. (AZ: VIII
ZR 138/11)

(Zusammenfassung bis 1700, 35 Zeilen)

dapd.djn/T2012071102983/dmu/mwo

(Karlsruhe)