Rückenschmerzen und –beschwerden gelten inzwischen als die Volkskrankheit Nummer eins in Deutschland.

Viele Betroffene leiden oftmals über viele Jahre an Beschwerden und Schmerzen, die zu starken Einschränkungen in Beweglichkeit und Lebensqualität führen können. Ursache hierfür sehen Experten vielfach in dauerhaft schlechter Köperhaltung oder zu viel und falscher Belastung am Arbeitsplatz. Ist es bereits zu einer starken Veränderung der Wirbelsäule gekommen kann den Betroffenen oft nur eine Operation helfen, die Wirbelsäule zu entlasten und somit für eine Reduzierung der Schmerzen zu führen. Mittlerweile können Bandscheiben durch künstliche ersetzt werden oder bestimmte Abschnitte operativ versteift werden. Patienten, die solche Eingriffe haben vornehmen lassen können sich in der Regel anschließend wieder ohne Schmerzen bewegen.

Warum ist eine funktionierende Bandscheibe so wichtig?

Die Bandscheiben liegen zwischen den einzelnen Wirbeln und dienen als eine Art Puffer. Durch regelmäßige falsche Belastung wird dauerhaft zu viel Druck auf die Bandscheiben ausgeübt. In der Folge verlieren sie an Höhe und können ihre Funktion nicht mehr komplett erfüllen und die Wirbelgelenke können direkt aufeinander reiben. Betroffene werden durch die so entstehenden Schmerzen zum Teil sehr stark in ihren Bewegungen eingeschränkt. Bestimmte Therapien und Medikamente können die Symptome lindern und für einen gewissen Zeitraum für Erleichterung sorgen. Langfristig ist den Patienten damit jedoch nicht geholfen.

Alternative: Bandscheibenersatz

Für Patienten unter 55 Jahren kann ein Bandscheibenersatz mitunter sinnvoll sein. In einer Operation wird dabei die geschädigte Bandscheibe entfernt, die Wirbelkörper in ihre ursprüngliche Position zurückgebracht und eine künstliche Prothese als Abstand zwischen den Gelenken implementiert. Die künstliche Bandscheibe bildet mit den umliegenden knöchernen Strukturen einen festen Verbund so dass sie nicht verrutschen kann, dabei bleibt die körperliche Flexibilität des Patienten aber erhalten.

 

Ohne Schmerzen dank Stabilisierung

Neben defekten Bandscheiben kann auch das sogenannte Wirbelgleiten Auslöser für schmerzhafte Rückenbeschwerden sein. Beim Wirbelgeiten drücken Wirbelgelenke, die aus der natürlichen Position gerückt sind, auf Nervengewebe in der Umgebung. Physiotherapie kann im Anfangsstadium helfen die Symptome zu beheben. Wird das Wirbelrücken schlimmer kann eine künstliche Stabilisierung des betroffenen Wirbelsäulenabschnitts hilfreich sein. Ein eingesetztes Kunststoffcages dient dabei als fixierter Ersatz anstelle der Bandscheiben als Platzhalte, der die Wirbel in ihrer Position hält. Mittlerweile gibt es bereits gute Alternativen zu den herkömmlichen Modellen aus Metall. Moderne Materialien verbinden sich besser mit dem körpereigenen Knochen. Weiter Vorteil ist, dass zu einem späteren Zeitpunkt die im Wirbel eingebrachte Schraube wieder entfernt werden kann. In Kombination mit geeigneter Physiotherapie und Reha Maßnahmen kann die Rückenmuskulatur wieder aufgebaut werden und der Patient seine normale Mobilität wieder erlangen.