Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es
weniger auf den Preis an, sondern vielmehr auf die Qualität der
Bedingungen. So sollte der gewählte Tarif nie eine abstrakte
Verweisungsmöglichkeit des Versicherers enthalten. Denn damit kann
der Anbieter die Zahlung der Rente verweigern, wenn der Versicherte
noch in einem Beruf arbeiten kann, der dem bisherigen vergleichbar
ist.
Berlin (dapd). Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung kommt es
weniger auf den Preis an, sondern vielmehr auf die Qualität der
Bedingungen. So sollte der gewählte Tarif nie eine abstrakte
Verweisungsmöglichkeit des Versicherers enthalten. Denn damit kann
der Anbieter die Zahlung der Rente verweigern, wenn der Versicherte
noch in einem Beruf arbeiten kann, der dem bisherigen vergleichbar
ist. Und das ist häufiger der Fall, als viele Verbraucher vermuten,
vor allem bei weniger qualifizierten Arbeitnehmern.
Wichtig ist auch, dass der Vertrag eine
Nachversicherungsmöglichkeit vorsieht. Sie gibt im Idealfall die
Möglichkeit, ohne erneute Gesundheitsprüfung die vereinbarte Rente
zu erhöhen, etwa wenn geheiratet wird, Nachwuchs unterwegs ist oder
es eine Gehaltserhöhung gab.
Auch eine Dynamik ist sinnvoll. Damit wird der Vertrag jährlich
angepasst, und die Rente steigt um einen fix vereinbarten Betrag.
Zudem sollten Verbraucher darauf achten, bis wann das Risiko
einer Berufsunfähigkeit versichert ist. Bei einer Berufsunfähigkeit
sollte die Rente auf jeden Fall bis zu dem Alter laufen, in dem der
Versicherte voraussichtlich in Altersrente gehen kann – in Zukunft
also bis 67.
Zwtl.: Nicht jedes Paket sinnvoll
Beim Abschluss der Berufsunfähigkeitsversicherung haben
Verbraucher meist die Option, den Invaliditätsschutz um eine
Risikolebensversicherung zu erweitern. Bei der Kombination kann das
Paket so wenig kosten, dass man eine konkurrenzlos günstige
Möglichkeit bekommt, die Familie oder den Partner abzusichern. In
diesem Fall ist das Paket die richtige Wahl. Wer aber niemanden
abzusichern hat, kann auf die Ergänzung natürlich verzichten.
Auf keinen Fall sollte die Rente an ein Vorsorgeprodukt wie eine
Rentenversicherung gekoppelt werden. Der Schutz wird dadurch teuer
und unflexibel. Und ist kein Geld für die Altersvorsorge da,
verliert der Kunde auch den Berufsunfähigkeitsschutz.
Zwtl.: Rentenhöhe richtig absichern
Entscheidend ist auch die Höhe der Rente im Ernstfall.
Verbraucher sollten versuchen, eine Rente zu vereinbaren, die
möglichst nahe an ihr aktuelles Nettoeinkommen heranreicht.
Mindestens 75 Prozent davon sollten versichert sein, um die
Versorgungslücke mit der Berufsunfähigkeitsversicherung nicht zu
groß werden zu lassen.
Denn im schlimmsten Fall muss der Kunde damit rechnen, dass er
tatsächlich kein Einkommen mehr erzielen kann. Die Rente aus der
Berufsunfähigkeitsversicherung ist dann neben einer eventuellen
Zahlung aus der gesetzlichen Rentenversicherung das einzige
Einkommen.
dapd.djn/T2013031300935/ome/K2120/rad
(Berlin)