Das Dienstrad als Alternative zum Auto © fotolia - fox17Wer in einer größeren Stadt arbeitet, der kennt die nervenaufreibenden Staus auf dem Weg zur Arbeit nur zu gut. Ein ebenso nerviges Problem stellt die Parkplatzsuche dar. Doch nun erweisen sich Diensträder als eine ernstzunehmende Alternative zum Dienstwagen.

In der Vergangenheit durften Diensträder ausschließlich für geschäftliche Routen genutzt werden, doch mittlerweile sind die Fahrräder steuerlich gleichberechtigt und auch der An- und Abreise vom Arbeitsplatz, sowie Freizeitfahrten steht nichts mehr im Wege. Voraussetzung ist wie bei anderen Dienstfahrzeugen auch, dass ein Prozent des Bruttopreises des Gefährts als monatliches Einkommen versteuert werden muss.

Wie die Zeit berichtet, stellen bereits die ersten größeren Unternehmen wie Bayer, Telekom oder DHL ihren Mitarbeitern die Zweiräder als Dienstgefährt zur Verfügung. Jedoch können die Firmen auch ihren Nutzen aus den Diensträdern ziehen. Da man als Betrieb bewusst auf abgaserzeugende Fahrzeuge verzichtet, kann man das durchaus für Imagekampagnen nutzen.

Und auch für den Arbeitnehmer hätte ein Dienstrad positive Auswirkungen. Durch die regelmäßige Bewegung wird das Immunsystem gestärkt, unnötige Kalorien werden schneller abgebaut und nach einem stressigen Arbeitstag liefert die Bewegung den benötigten Ausgleich.

Wer ohnehin mit dem Gedanken gespielt hat, sich ein etwas teureres Fahrrad anzuschaffen, dem sollte die neue Reglung sehr gelegen kommen. Es ist auch möglich, dass der Angestellte die Kosten für die Anschaffung übernimmt. In diesem Fall spart er dadurch Steuern und Sozialabgaben. Bei Absprache ist auch eine Kostenaufteilung möglich.

Auch Fahrräder mit kleinem Elektromotor, E-Bikes genannt, zählen zu den Diensträdern solange sie die Geschwindigkeitsgrenze von 45 Kilometern pro Stunde nicht überschreiten. Besonders für Anzugträger ist das attraktiv, da man nicht so schnell ins Schwitzen kommt. Grundlegende Voraussetzung für die Zulassung eines Dienstrads ist natürlich die Verkehrstauglichkeit. Die Kosten für den Zubehör des Dienstrads muss in jedem Fall der Angestellte übernehmen. Für die Kosten für das dazugehörige Schloss  gibt es keine gesetzliche Regelung.

So oder so stellt das Dienstrad eine wirklich attraktive Alternative zum Auto für den Arbeitsweg dar.

Bildrechte: © fox17 – Fotolia.com