Das duale Studium boomt. Aktuell bieten
Unternehmen in Deutschland annähernd 1.000 Studiengänge an, die ein
Erststudium mit einer praktischen Ausbildung kombinieren, vor zwei
Jahren waren es erst rund 800. Nach jüngsten verfügbaren Angaben der
Datenbank Ausbildungplus (Stand April 2011) gibt es rund 61.000 dual
Studierende, mittlerweile dürften es deutlich mehr sein.

Berlin (dapd). Das duale Studium boomt. Aktuell bieten
Unternehmen in Deutschland annähernd 1.000 Studiengänge an, die ein
Erststudium mit einer praktischen Ausbildung kombinieren, vor zwei
Jahren waren es erst rund 800. Nach jüngsten verfügbaren Angaben der
Datenbank Ausbildungplus (Stand April 2011) gibt es rund 61.000 dual
Studierende, mittlerweile dürften es deutlich mehr sein.

Ein duales Studium ist nicht zuletzt deswegen attraktiv, weil die
Unternehmen „ihre“ Studenten fachlich begleiten und auch bezahlen.
Allerdings müssen sich Interessenten über die Unterschiede dualer
Studiengänge im Klaren sein. So haben Schulabgänger mit
Fachhochschulreife oder Abitur die Wahl zwischen
ausbildungsintegrierenden und praxisintegrierenden dualen
Studiengängen.

Ein ausbildungsintegrierender Studiengang verbindet ein
(Fach-)Hochschulstudium mit einer betrieblichen Ausbildung. Am Ende
des in der Regel vierjährigen Studiums haben Absolventen daher nicht
nur einen Bachelor, sondern auch einen anerkannten Berufsabschluss
in der Tasche.

Beim praxisintegrierenden Studium binden sich Studenten häufig
über einen Praktikanten- oder Volontärsvertrag an ein Unternehmen.
Eine anerkannte Berufsausbildung neben dem Bachelor erwerben sie
jedoch nicht.

Zwtl.: Monatliche Vergütung von etwa 860 Euro

Von den angebotenen dualen Studiengängen zur Erstausbildung sind
derzeit 527 praxis- und 472 ausbildungsintegrierend. Die von den
Unternehmen gezahlte Vergütung liegt bei beiden Studiengangsformen
bei etwa 860 Euro monatlich, wie eine Umfrage auf dem
Internet-Portal www.dual-studieren.de ergab.

Neben den genannten Varianten gibt es auch noch die
berufsbegleitenden beziehungsweise berufsintegrierenden dualen
Studiengänge. Diese bieten aber keine Erstausbildung, sondern ein
Aufbaustudium für Beschäftigte mit abgeschlossener Berufsausbildung
beziehungsweise Bachelor-Abschluss.

Wer sich für ein duales Studium interessiert, muss zunächst ein
Unternehmen finden, das einen passenden Ausbildungsgang anbietet.
Eine Möglichkeit ist die gezielte Suche nach dualen
Ausbildungsangeboten in Stellenbörsen, etwa bei der Arbeitsagentur
unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de.

Wer bereits seinen Wunschstudiengang an einer bestimmten
Hochschule gefunden hat, kann in der Datenbank von Ausbildungplus
unter www.ausbildungplus.de auch direkt nach Kooperationspartnern
suchen.

dapd.djn/T2013020801478/rog/K2120/mwa

(Berlin)