Angesichts vereinfachter gesetzlicher Vorschriften
für den Anbau werden Anhängerkupplungen vermehrt im Internet
bestellt und selbst montiert. „Dies klappt dann oft nicht oder
erzeugt erhebliche Sicherheitsprobleme“, sagt Ulrich Köster vom
Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn.

Bonn (dapd). Angesichts vereinfachter gesetzlicher Vorschriften
für den Anbau werden Anhängerkupplungen vermehrt im Internet
bestellt und selbst montiert. „Dies klappt dann oft nicht oder
erzeugt erhebliche Sicherheitsprobleme“, sagt Ulrich Köster vom
Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn. Schon
die Auswahl der richtigen Kupplung und der exakt passenden
Verkabelung sei eine Sache für Profis. Ein und derselbe Autotyp
könne je nach Karosserieform – Limousine oder Kombi –
unterschiedliche Versionen benötigen. Auch tiefer gelegte Fahrwerke
verlangten oft nach anderen Zugvorrichtungen.

Selbst die Motorisierung spielt laut Köster eine Rolle, wenn sie
zum Beispiel unterschiedliche Auspuffanlagen zur Folge habe.
Gasanlagen benötigten oftmals Platz unter dem Auto, und beim Einbau
der Anhängerkupplung müsse darauf Rücksicht genommen werden.

Fachmännisches Können sei darüber hinaus für den Kabelsatz
empfohlen. „Hier sind die Unterschiede sogar noch größer, und es
existieren noch mehr Varianten“, sagt der ZDK-Experte. Selbst beim
gleichen Modell und selben Baujahr gebe es Autos mit und ohne
Vorbereitung für den Anschluss.

Von sogenannten Universal-Kabelsätzen rät Köster ab. Sie könnten
beispielsweise die Elektronik empfindlich stören. Überhaupt sei in
vielen Fällen ein Umprogrammieren der Software im Auto nötig, etwa
dann, wenn es spezielle Anhänger-Funktionen für das ESP gebe oder
zum Aktivieren der Lichtfunktionen.

dapd.djn/T2012111901716/nom/K2120/mwa

(Bonn)