Mit dem Ende des Schornsteinfegermonopols zum 31.
Dezember 2012 kommt auf Hauseigentümer bei der Prüfung ihrer
Heizungen mehr Verantwortung zu. Darauf weist die
Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland hin.

Berlin (dapd). Mit dem Ende des Schornsteinfegermonopols zum 31.
Dezember 2012 kommt auf Hauseigentümer bei der Prüfung ihrer
Heizungen mehr Verantwortung zu. Darauf weist die
Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund Deutschland hin. Jeder
Hauseigentümer erhält von seinem bevollmächtigten
Bezirksschornsteinfeger einen Feuerstättenbescheid, in dem
aufgeführt ist, in welchen Zeiträumen welche Prüfungen der Heizung
vorgenommen werden müssen. Der Hauseigentümer ist dafür
verantwortlich, dass die Arbeiten in den vorgeschriebenen Zeiträumen
tatsächlich stattfinden.

Der Bezirksschornsteinfeger führt zukünftig weiterhin das
Kehrbuch, übernimmt die Feuerstättenschau und prüft neu installierte
Heizungsanlagen. Andere Arbeiten, die der Schornsteinfeger bisher
erledigte, können dann von zugelassenen Handwerksbetrieben
übernommen werden. Der Eigentümer benötigt künftig von dem
beauftragten Unternehmen eine Bestätigung, dass alle
vorgeschriebenen Arbeiten erledigt wurden. Diese Bestätigung muss
dem bevollmächtigten Bezirksschornsteinfeger zugeschickt werden, der
dies im Kehrbuch vermerkt. Die Gebühren für die Feuerstättenschau
und die sonstigen Aufgaben des bevollmächtigten
Bezirksschornsteinfegers ergeben sich aus der Kehr- und
Überprüfungsordnung. Die Kosten für die sonstigen
Schornsteinfegerarbeiten orientieren sich zukünftig am freien Markt.

Sollte der Nachweis nicht rechtzeitig beim bevollmächtigten
Bezirksschornsteinfeger eingehen, muss dieser dies der zuständigen
Behörde melden. Diese kann den Hauseigentümer dann mit einer
Geldbuße in Höhe von bis zu 5.000 Euro belangen. Zudem setzt sie in
einem kostenpflichtigen Zweitbescheid eine erneute Frist fest.
Sollte der Hauseigentümer auch diese Frist untätig verstreichen
lassen, wird die Behörde die erforderlichen Arbeiten in Auftrag
geben und dem Eigentümer die Kosten hierfür in Rechnung stellen.

dapd.djn/T2012070603450/kaf/K2120/mwo

(Berlin)