Im Pferdefleischskandal hat die französische
Regierung das Lebensmittelunternehmen Spanghero schwer belastet. Die
französische Firma habe entgegen ihrer eigenen Behauptung
wissentlich als Rind etikettiertes Pferdefleisch vertrieben und sich
damit des „Wirtschaftsbetrugs“ schuldig gemacht, sagte der für
Verbraucherschutz zuständige Minister Benoit Hamon am Donnerstag.
Paris (dapd). Im Pferdefleischskandal hat die französische
Regierung das Lebensmittelunternehmen Spanghero schwer belastet. Die
französische Firma habe entgegen ihrer eigenen Behauptung
wissentlich als Rind etikettiertes Pferdefleisch vertrieben und sich
damit des „Wirtschaftsbetrugs“ schuldig gemacht, sagte der für
Verbraucherschutz zuständige Minister Benoit Hamon am Donnerstag.
Dem Unternehmen sei mit sofortiger Wirkung die Lizenz zur
Fleischverarbeitung entzogen worden. „Spanghero wusste es“, wurde
der Politiker von französischen Medien zitiert. Die Verantwortlichen
würden nun zur Rechenschaft gezogen.
Die rumänischen Schlachthöfe, aus denen das Fleisch stammte,
wurden dagegen entlastet. Das Pferdefleisch sei vor dem Transport
nach Frankreich korrekt als solches ausgezeichnet worden, sagte
Hamon. Es war über Zwischenhändler an Spanghero geliefert worden,
das es wiederum an Comigel verkaufte – den Hersteller der Lasagne,
die in britischen Supermärkten ohne Hinweis auf enthaltenes
Pferdefleisch verkauft wurde. Der Vorfall hatte zu einem
öffentlichen Aufschrei geführt.
dapd.djn/T2013021300765/mks/bfi
(Paris)