Wer auf der Straße lieber schiebt als zieht, für
den gibt es in der Kompaktliga nur eine Wahl: den BMW 1er. In den
Prüfgassen erzielt der heckbetriebene Wagen ein sehr gutes Ergebnis.
Alle Modelle sind beim TÜV-Report 2013 unter den Mängelzwergen zu
finden. Einzig ausgeschlagene Spurstangenköpfe und defekte
Bremsschläuche ziehen den Gesamteindruck der Prüfer nach unten.

München (dapd). Wer auf der Straße lieber schiebt als zieht, für
den gibt es in der Kompaktliga nur eine Wahl: den BMW 1er. In den
Prüfgassen erzielt der heckbetriebene Wagen ein sehr gutes Ergebnis.
Alle Modelle sind beim TÜV-Report 2013 unter den Mängelzwergen zu
finden. Einzig ausgeschlagene Spurstangenköpfe und defekte
Bremsschläuche ziehen den Gesamteindruck der Prüfer nach unten. Die
diversen Mängel sind jedoch leicht zu beheben. Allerdings sollte das
angesichts der Sicherheitsrelevanz alsbald erledigt werden.

Herausragend sind das beinahe mängelfreie Fahrwerk sowie die
stabile Lenkung. Sie sorgen für die größte Stärke des BMW 1er:
Agilität. Kräftige Diesel und drehfreudige Benziner machen den
Fahrspaß besonders auf kurvigen Bergstraßen komplett.

„Der BMW 1er ist ein solides Fahrzeug mit herausragenden
Fahreigenschaften. Bei der Hauptuntersuchung schneidet er
überdurchschnittlich gut ab und ist bisher immer unter den
Mängelzwergen zu finden“, sagt TÜV-Süd-Autoexperte Philip Puls in
München. Er schränkt aber ein: „Kritisch im Blick haben muss man die
Bremsschläuche. Regelmäßige Wartung ist ein Muss.“

Zwtl.: Das gibt’s zu Dynamik und Effizienz

Beim Vorschub erwarten BMW-Kunden keine Enttäuschungen. Lediglich
die kleinen Benziner schwächeln ein wenig. Die Motorisierung reicht
von 115 PS im 116i bis zu 340 PS im M-Coupé. Wer markenspezifisch
sportlich unterwegs sein will und selbst als BMW-Lenker an die
Umwelt denkt, für den ist der 123d eine effiziente Alternative: 204
PS verleihen dem Einsteiger-BMW mehr als ordentliche Dynamik. Der
Durchschnittsverbrauch laut Hersteller: lediglich 5,1 Liter Diesel
pro 100 Kilometer.

Wem dies nicht reicht, für den gibt es zwei Zylinder obendrauf.
Im 130i und im 135i sorgen sechs Töpfe für 258 beziehungsweise 340
PS. Sie schieben allerdings nur Coupé oder Cabrio.

Keine Freude beim Fahren ohne Sicherheit: Drei- und Fünftürer
fangen die Insassen mit sechs Airbags auf. Neben Fahrer- und
Beifahrerluftkissen gibt es Seitenairbags und Kopfairbags vorn und
hinten. Gurtstrammer und Gurtkraftbegrenzer bieten zusätzlichen
Schutz.

Zwtl.: Klappernde Armaturenbretter und billig anmutende
Kunststoffe

Die Freude getrübt wird durch viel zu wenig Platz, vor allem auf
den hinteren Plätzen, unzureichende Verarbeitung im Innenraum vor
der Modellpflege 2007. Kaum BMW-Gefühl im Einsteigermodell ist die
Folge: klappernde Armaturenbretter und billig anmutende
Kunststoffe..

Motorschäden wegen überspringender Steuerketten beim 116i bis
Baujahr 2007 und ruckelnde Direkteinspritzer bei den Benzinern ab
2007 sorgen für zusätzlichen Unmut bei den Marken-Fans. Für die
Community kein Problem: der hohe Preis.

dapd.djn/T2013030400968/nom/K2120/mwa

(München)