Mehr als zehn Millionen Kinder und Jugendliche
nutzen in Deutschland für ihren Weg zur Schule einen Schulbus oder
öffentliche Verkehrsmittel. Dabei erweist sich der Omnibus als
ausgesprochen sicheres Beförderungsmittel. Bei seiner Nutzung
ereignen sich deutlich weniger Unfälle als bei den Schulwegen zu
Fuß, mit dem Rad oder im Pkw.

Bonn (dapd). Mehr als zehn Millionen Kinder und Jugendliche
nutzen in Deutschland für ihren Weg zur Schule einen Schulbus oder
öffentliche Verkehrsmittel. Dabei erweist sich der Omnibus als
ausgesprochen sicheres Beförderungsmittel. Bei seiner Nutzung
ereignen sich deutlich weniger Unfälle als bei den Schulwegen zu
Fuß, mit dem Rad oder im Pkw. Dennoch sind auch hier teilweise
schwere Unfälle zu verzeichnen. Darauf weist der Deutsche
Verkehrssicherheitsrat (DVR) in Bonn hin.

Nahezu zwei Drittel der Unfälle bei der Schulbusnutzung ereignen
sich laut DVR beim Aufenthalt im Fahrzeug selbst. Schwere und
tödliche Unfälle passierten jedoch eher beim Überqueren der Fahrbahn
vor dem Einsteigen oder nach dem Verlassen des Busses. Unachtsamkeit
und Ablenkung der Kinder spielten hier eine große Rolle.

Aber auch die Unwissenheit motorisierter Verkehrsteilnehmer
spiele bei den Unfällen an Haltestellen eine Rolle, erklären die
DVR-Fachleute. Aus diesem Grund erließ der Gesetzgeber bereits 1995
eine Regelung, die an besonderen Haltestellen gilt, die von den
Straßenverkehrsbehörden bestimmt werden. Dort schaltet der Busfahrer
das Warnblinklicht ein.

„Nur wenige Autofahrer wissen jedoch genau, wie sie sich dann
verhalten müssen“, sagt ein DVR-Sprecher. Richtig ist es so: Nähert
sich der Bus mit eingeschaltetem Warnblinklicht der Haltestelle,
dürfen Auto- oder Motorradfahrer grundsätzlich nicht überholen. Dies
dient vor allem dem Schutz der Kinder, die den Bus noch erreichen
wollen und die Fahrbahn möglicherweise unachtsam und in Eile
überqueren.

Steht der Bus mit eingeschaltetem Warnblinklicht an der
Haltestelle, darf man nur mit Schrittgeschwindigkeit und
ausreichendem Abstand an ihm vorbeifahren. Dabei muss eine
Gefährdung der Schüler oder anderer Fußgänger ausgeschlossen sein.
„Diese Regeln gelten für alle Fahrzeuge, unabhängig davon, in welche
Richtung sie fahren – also auch für diejenigen, die dem haltenden
Bus entgegenkommen, außer wenn die Fahrbahnen baulich getrennt sind,
zum Beispiel durch einen Mittelstreifen“, sagt der DVR-Sprecher.

dapd.djn/T2012112101191/nom/K2120/mwa

(Bonn)