Geringqualifizierte Arbeitnehmer haben vom
Arbeitsmarktboom der vergangenen Jahre deutlich weniger profitiert
als besser qualifizierte Beschäftigte.
Nürnberg (dapd). Geringqualifizierte Arbeitnehmer haben vom
Arbeitsmarktboom der vergangenen Jahre deutlich weniger profitiert
als besser qualifizierte Beschäftigte. Zwar sank die
Arbeitslosenquote der Personen ohne Berufsausbildung von 2008 bis
2011 um 2,3 Prozentpunkte, dennoch war 2011 fast jeder Fünfte in
dieser Gruppe ohne Beschäftigung, wie aus Berechnungen des Instituts
für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg hervorgeht.
Demgegenüber lag die Arbeitslosenquote der Erwerbspersonen mit
beruflicher Ausbildung bei 5,1 Prozent, von den Akademikern waren
nur 2,4 Prozent arbeitslos gemeldet.
Langfristig verschlechterten sich damit die Arbeitsmarktchancen
der Geringqualifizierten gegenüber qualifizierten Personen deutlich:
War die Arbeitslosenquote der Geringqualifizierten im Jahr 2001 noch
etwa dreimal so hoch wie bei den qualifizierten Erwerbstätigen, lag
das Verhältnis im Jahr 2011 bereits bei fast viereinhalb zu eins.
Nach Einschätzung der Studienautoren wird der Bedarf an
geringqualifizierten Arbeitskräften im Trend weiterhin sinken. Daher
sei Bildung „der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit“, betonen die
Wissenschaftler.
dapd.djn/T2013022702054/rog/K2120/mwa
(Nürnberg)