Homöopathische Mittel gegen alltägliche Beschwerden
Homöopathie wird immer beliebter. Eine Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach von 2009, besagt, dass seit 1970 die Anwender von Homöopathie sich bis heute verdoppelt hat. Marion Wüst, Apothekerin und Geschäftsführerin der Versandapotheke fliegende-pillen.de erklärt: „Die Homöopathie richtet sich nach dem Prinzip ‚Ähnliches wird durch Ähnliches geheilt‘.“

Kraftvolle Kügelchen
Mehr als 2.000 pflanzliche, tierische und mineralische Stoffe gibt es in der homöopathischen Lehre. Genauso umfangreich sind auch die Anwendungsgebiete. „Zu den wohl bekanntesten Darreichungsformen zählen Globuli, kleine mit der Wirkstofflösung beträufelte Rohrzuckerkügelchen“, weiß Marion Wüst. Ebenso wie Tropfen oder Tabletten gibt es sie auch in unterschiedlichen Potenzierungen. „Diese erfolgen entweder im Verhältnis 1:10 als sogenannte D-Potenz oder im Verhältnis 1:100, als C-Potenz. Gewöhnlich erfolgt dieser Vorgang mehrmals. So hat zum Beispiel ein Mittel mit der Kennzeichnung D6 den Verdünnungsvorgang sechsmal nach genau im ‚Homöopathischen Arzneibuch‘ geregelten Vorschriften durchlaufen“, beschreibt die Apothekerin das Verfahren. „Dabei geht die Homöopathie davon aus, dass die Wirkung mit jeder erneuten Potenzierung steigt.“ Für die Selbstmedikation empfehlen Experten beispielsweise die Potenzen D6 oder D12.

Zwölf Salze für die Gesundheit

Die sogennante Potenzierung kommt auch für die zwölf durchnummerierten Schüßler-Salze zum Einsatz. Diese Salze wirken positiv auf den Mineralstoffhaushalt der Zellen und regen die Selbstheilungskräfte an. Benannt wurden sie nach ihrem Entwickler Dr. Wilhelm Schüßler. Die zwölf Schüsslersalze können verschiedene Bereiche unseres Körpers positiv beeinflussen: Haut und Bindegewebe, Knochen, Muskeln und Schleimhäute, aber auch Flüssigkeitshaushalt und Psyche. „Inzwischen ergänzen weitere Salze die zwölf ursprünglichen bei der Behandlung, sodass insgesamt 24 verschiedene Mittel zur Verfügung stehen“, ergänzt Marion Wüst. „Abhängig von den Beschwerden stehen die Wirkstoffe als Tabletten oder Salben zur
Verfügung. Bei Bedarf lassen sich die Salze auch miteinander kombinieren.“

Auch für Schwangere und Kinder eignen sich die Salze aufgrund ihrer sanften Wirkungsweise. Eine Rücksprache mit dem Arzt ist dennoch empfehlenswert. Auch Krankenkassen unterstützen mittlerweile Rezepten für homöopathische Mittel oder Therapien. Daher am besten sich bei Bedarf immer mit der Krankenkasse in Verbindung setzen.