Grauer Star © FotoliaEine Operation am eigenen Auge klingt in der Tat alles andere als verlockend. Und dennoch ist es manchmal die einzige Möglichkeit, einer Erblindung zu entgehen. Der Graue Star ist eine der am häufigsten auftretenden Augenkrankheiten überhaupt. Bei Nichtbehandlung droht eine zunehmende Eintrübung der Linse, die die Sehfähigkeit stark beeinträchtigt und langfristig zum Verlust des Augenlichts führt. Am häufigsten tritt die Krankheit bei Patienten zwischen dem 50. Und 60. Lebensjahr auf.

Für eine Behandlung des Grauen Stars stellt eine ambulante Operation die einzig wirksame Therapieoption dar. Die enorm hohe Erfolgsquote der High-End Laserchirurgie spricht absolut für sich. Bei dem Eingriff wird die eingetrübte körpereigene Linse durch ein Linsenimplantat ersetzt. Die für den Linsenaustausch notwendigen Schnitte in der Hornhaut werden durch den Laser übernommen. Dies ermöglicht eine minimal-invasive Durchführung der Operation und ermöglicht den Patienten erhebliche Vorteile.

Dr. med. Detlef Beyer, international anerkannter und ausgezeichneter Kataraktchirurg,  schätzt die hochmoderne Lasertechnologie. „Der Eingriff ist nun wesentlich präziser, sicherer und besser planbar als zuvor“. Weitere Vorteile sieht er auch in der geringeren Belastung, der das Auge ausgesetzt wird, sowie dem damit verbundenen schneller voranschreitenden Heilungsprozess. Die innovative Lasertechnologie verspricht damit gute Aussichten auf einen vollständig therapierten Grauen Star. Sogar ein Leben ohne konventionelle optische Korrekturen ist danach möglich.

Im Vergleich zu der klassischen Methode werden zwei Schnitte vom Laser übernommen, ebenso wie die Zerkleinerung der Linse. Der Vorgang wird von einem Chirurg am Monitor kontrolliert. Dieser übernimmt dann auch die Entfernung der natürlichen Linse, sowie das Einsetzen der Kunstlinse manuell. Der gesamte Vorgang dauert in der Regel nicht länger als 20 Minuten.

Da auch keine medikamentöse Alternativtherapie existiert, entwickeln einige Patienten eine gewisse Angst vor dem Eingriff. Die sanfte und schonende Laseroperation birgt das Potenzial, die Angst vor Augenoperationen zu verringern. Dennoch gilt die Lasertechnologie zur Zeit als sogenannte individuelle Gesundheitsleistung. Das bedeutet, dass die gesetzlichen Krankenkassen lediglich die Standard-Operation bezahlen. Für die zusätzlich entstehenden Kosten muss der Patient selber aufkommen. Bei Privatversicherten ist das individuell von der Krankenkasse abhängig und sollte vom Patienten vor dem Eingriff angefragt werden.

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