Dos and Don´ts beim Tragen hoher Absätze
Hohe Absätze sind sexy, strecken das Bein und verleihen jeder Frau einen ganzen besonderen Auftritt. Fast jede Frau hat ein Paar High Heels im Schuhschrank.
Stars wie Victoriam Beckham machen es vor. Und nur ungern denken wir über die Folgen. Denn hohe Schuhe können nicht nur den Füßen schaden sondern auch den Venen. „Durch die verminderte Beanspruchung der Wadenmuskulatur beim Gehen auf High Heels lässt der Muskeldruck auf das Venensystem der Beine nach und es kann zu einem Blutstau kommen“, erklärt Prof. (Univ. Chisinau) Dr. Dr. Stefan Hillejan, Phlebologe und Proktologe von der Praxisklinik für Venen- und Enddarmerkrankungen in Hannover und Vorsitzender des Berufsverbands Qualifizierter Medizinischer Sachverständiger Deutschlands.

Muskulatur: Freund und Helfer

Die Venen sind dafür zuständig sauerstoffarmes Blut zurück zum Herzen zu fördern, um es wieder in den Lungenkreislauf zu transportieren. Vor allem Beinvenen müssen pumpen das Blut entgegen der Schwerkraft, was sehr anstrengend ist. Durch das Abrollen des Fußes beim Gehen wird Druck wie eine Art Pumpe auf die Gefäßwände ausgeübt und die Venen werden so auf natürliche Weise unterstützt. Beim Tragen von High Heels bleibt die nötige Muskelkontraktion aus aufgrund der unnatürlichen Haltung. Das kann zu einem Blutstau und zu Krampfadern führen.

Dies gilt es zu vermeiden. Hier einige Tipps:
„Beschränkt sich das Tragen von High Heels auf gelegentliche Anlässe und auf wenige Stunden am Tag, ist dagegen nichts einzuwenden“, betont Prof. Hillejan. Wer häufiger High Heels trägt, sollte spezielle Mikrofaser- Kompressionsstrümpfe tragen um die Gefäßwände zu stabilisieren. Auch Venenübungen für zwischendurch, können die Gefäße entlasten.

Beschwerden ernst nehmen
Wer unangenehme Veränderungen an den Beinen bemerkt, sollte einen Venenspezialisten aufsuchen, um die Ursache zu klären. „Mittels der endovenösen Lasertherapie befreien wir Betroffene in nur 20 Minuten sanft von ihrem Venenleiden. Unter leichter Anästhesie führe ich dabei eine feine Lasersonde in die erkrankte Vene ein und schiebe sie unter Ultraschallkontrolle bis zum oberen Ende in Richtung Leiste. Von da an ziehe ich die Faser wieder vorsichtig unter Abgabe von Laserimpulsen zurück und leite damit einen hitzebedingten Schrumpfungsprozess des Kollagens in den Venenwänden ein“, erklärt Venenspezialist Hillejan. Dadurch wird das Gefäß Schritt für Schritt geschlossen. Der Vorteil dieser Methode: keine Schmerzen und keine hässlichen Narben. Leider werden die Kosten nicht von der gesetzlichen Krankenkasse getragen.