Flugreisende können keine Ticketbuchung für
eine noch unbekannte Begleitperson vornehmen. Der Bundesgerichtshof
(BGH) entschied am Dienstag, dass in solchen Fällen kein Vertrag
zustande kommt und die Fluggesellschaft die nachträglich genannte
Person nicht befördern muss.

Karlsruhe (dapd). Flugreisende können keine Ticketbuchung für
eine noch unbekannte Begleitperson vornehmen. Der Bundesgerichtshof
(BGH) entschied am Dienstag, dass in solchen Fällen kein Vertrag
zustande kommt und die Fluggesellschaft die nachträglich genannte
Person nicht befördern muss.

Ein Kunde hatte 2009 eine Flugreise von Dresden nach Larnaca für
zwei Personen gebucht. Neben seinem eigenen Namen trug er für die
Begleitperson „noch unbekannt“ ein. In dem Formular wurde allerdings
darauf hingewiesen, dass spätere Namensänderungen nicht mehr möglich
sind. Die Fluggesellschaft buchte den Flugpreis für zwei Personen
ab. Als der Kunde die zweite Person nachmelden wollte, verweigerte
die Fluggesellschaft das.

Der Mann erhält nun den Reisepreis für die Begleitperson zurück,
weil mit „noch unbekannt“ kein wirksamer Vertrag geschlossen werden
kann. Eine Ausgleichszahlung wegen Nichtbeförderung der
Begleitperson muss die Fluglinie jedoch nicht bezahlen. Denn laut
BGH besteht ein solcher Anspruch nur bei bestätigter Buchung.

(Aktenzeichen: Bundesgerichtshof X ZR 37/12)

dapd.djn/T2012101651931/uk/mwa

(Karlsruhe)