Wegen des Vertriebs von mit
Listerien belasteten Käseprodukten aus Österreich muss der
Discounter Lidl eine Geldbuße in Höhe von 1,5 Millionen Euro
bezahlen. Das Amtsgericht Heilbronn hat auch gegen vier Mitarbeiter
wegen lebensmittelrechtlicher Verstöße Geldstrafen zwischen 27.000
und 58.500 Euro erlassen, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag
mitteilte.
Heilbronn/Neckarsulm (dapd). Wegen des Vertriebs von mit
Listerien belasteten Käseprodukten aus Österreich muss der
Discounter Lidl eine Geldbuße in Höhe von 1,5 Millionen Euro
bezahlen. Das Amtsgericht Heilbronn hat auch gegen vier Mitarbeiter
wegen lebensmittelrechtlicher Verstöße Geldstrafen zwischen 27.000
und 58.500 Euro erlassen, wie die Staatsanwaltschaft am Dienstag
mitteilte. Nach dem Verzehr des mit Bakterien belasteten Käses waren
2010 im Bundesgebiet vier Menschen an Listeriose erkrankt. Ein
Mensch starb an den Folgen der Lebensmittelvergiftung.
Laut Gericht kamen die Beschuldigten ihren Informations-, Warn-
und Rückrufpflichten nicht nach. Spätestens Ende 2009 hätten sie
einen Lieferstopp veranlassen müssen. Eine strafrechtliche
Verantwortlichkeit für die Erkrankung oder den Tod von Konsumenten
habe sich aber nicht mit der erforderlichen Sicherheit nachweisen
lassen. Gegen die Gerichtsentscheidung können die Betroffenen binnen
zwei Wochen Rechtsmittel einlegen.
dapd.djn/T2013011501475/mio/pon
(Heilbronn/Neckarsulm)