Die Monopolkommission der Bundesregierung hat den
Ausbau der geplanten Transparenzstelle für Kraftstoffpreise zu einem
verbrauchernahen Onlineportal vorgeschlagen. „Das Portal sollte
Autofahrern einen Vergleich der Benzinpreise in Echtzeit
ermöglichen“, sagte der Vorsitzende der Kommission, Justus Haucap,
am Freitag in Berlin.

Berlin (dapd). Die Monopolkommission der Bundesregierung hat den
Ausbau der geplanten Transparenzstelle für Kraftstoffpreise zu einem
verbrauchernahen Onlineportal vorgeschlagen. „Das Portal sollte
Autofahrern einen Vergleich der Benzinpreise in Echtzeit
ermöglichen“, sagte der Vorsitzende der Kommission, Justus Haucap,
am Freitag in Berlin. Möglichst solle das Navigationsgerät im Auto
dem Fahrer den Weg zur günstigsten Tankstelle in seiner Umgebung
weisen.

In bislang geplanter Form sei die Transparenzstelle zur
Beobachtung des Kraftstoffmarkts durch das Kartellamt wenig Erfolg
versprechend, sagte Haucap. Wettbewerbsprobleme des Markts könnten
ohne Einbeziehung der Raffinerien nicht gelöst werden. Stattdessen
sollten Tankstellenbetreiber verpflichtet werden, Änderungen der
Preise in eine Datenbank einzugeben, auf die der Verbraucher per
Navi oder Smartphone zugreifen könne. „Dann können die Verbraucher
die Mineralölkonzern ganz anders unter druck setzen“, betonte er.

(Zusammenfassung bis 1530, 35 Zeilen)

dapd.djn/T2012070650418/jvo/mwa

(Berlin)