Wenn nicht nachzuweisen ist, dass eine Störung
wirklich vom Nachbarn verursacht wird, muss ein Grundstücksbesitzer
sie hinnehmen. In einem vor dem Landgericht Karlsruhe verhandelten
Fall hatte der Besitzer eines Hanggrundstücks den Verdacht, dass von
der Sickergrube des über ihm liegenden Grundstücks Wasser auf sein
Gelände fließt.

Karlsruhe (dapd). Wenn nicht nachzuweisen ist, dass eine Störung
wirklich vom Nachbarn verursacht wird, muss ein Grundstücksbesitzer
sie hinnehmen. In einem vor dem Landgericht Karlsruhe verhandelten
Fall hatte der Besitzer eines Hanggrundstücks den Verdacht, dass von
der Sickergrube des über ihm liegenden Grundstücks Wasser auf sein
Gelände fließt. Er forderte vom Nachbarn eine anderweitige Ableitung
des Regenwassers.

Ein Sachverständiger kam zu dem Schluss, dass der Nachweis für
eine Störung durch die Sickergrube nicht zu erbringen sei. Man könne
die unterirdischen Wege des Wassers nicht konkret nachvollziehen. So
lange er den Beweis nicht erbringen könne, entschied das Gericht,
muss der Eigentümer des tiefer gelegenen Grundstücks mit der
Sickergrube leben.

(AZ.: 6 O 195/09)

dapd.djn/kaf/K2120/mwo

(Karlsruhe)