© www.yogan-om.de  / pixelio.deStand Up Paddling, das Paddeln auf einem kippstabilen Surfbrett im Stehen, ist schon länger eine Trendsportart und lockt gerade bei warmen Temperaturen viele neugierige Abenteurer an. Jetzt kommt aus den USA für alle, die noch einen draufsetzen möchten, etwas ganz Neues rüber geschwappt: Stand Up Paddling Yoga.

Viele Yoga-Erprobte wissen, dass ein Großteil der Übungen bereits an Land eine Herausforderung darstellt. Gleichgewicht zu halten ist auf dem Surfbrett, auf dem nun verschiedene Figuren wie der Sonnengruß oder der Kranich erprobt werden sollen, besonders schwer, weil es auf dem Wasser schnell zu einer wackeligen Angelegenheit werden kann. Allerdings hat das auch seinen Vorteil, die Konzentration wird durch die auszugleichende Instabilität auf dem Board noch mehr als beim herkömmlichen Yoga gesteigert, die Balance noch intensiver trainiert. Es wird dabei nicht nur die körperliche Fitness durch eine Doppelbeanspruchung der Muskeln verbessert, sondern dabei auch der Sinn der aus Indien stammenden Yoga-Sportart erfüllt: Körper, Geist und Seele zu in Einklang bringen.

Die Ursprünge

Das ursprüngliche Stehpaddeln mit einem Stechpaddel wurde von polynesischen Fischern erfunden, die sich so mit ihren Kanus auf dem Meer dicht am Ufer bewegen konnten. Später setzten es Surflehrer auf Hawaii ein, um im Stand ihre Schüler besser im Auge behalten zu können. Schnell wurde daraus ein Trend, der mittlerweile auf der ganzen Welt Anhänger gefunden hat und den Namen Stand Up Paddling verliehen bekam. Die Erweiterung durch Yoga versucht, aus dem Sportgerät eine kleine eigene Insel zu machen, auf der man zur Ruhe kommen, sich wohlfühlen und seine Grenzen erspüren kann. Denn man soll keine Hochleistungen und unmöglichen Verrenkungen anstellen, sondern sich in dem Maße bewegen, in dem es einem Selbst möglich ist.

Bis man einen sicheren Stand auf dem Brett hat, dauert es eine Weile, wird erschwert, sobald eine Übung ein angewinkeltes Bein erfordert, und schließt daher die eine oder andere unfreiwillige nasse Abkühlung im Wasser nicht aus. Doch gerade im Sommer, wenn es warm ist, bieten Stand Up Paddling und Yoga eine erfrischende Kombination in der Natur.