Vorsicht vor Freundschaftsdiensten ist beim
kostenlosen Abtreten von Wohnraum geboten. Wer seine Wohnung ohne
Miete einem Dritten überlässt, kann keinen Mietausfall geltend
machen, wenn an der Wohnung ein Schaden entsteht. Das entschied das
Oberlandesgericht Bremen (Aktenzeichen: 3 W 14/12).

Bremen (dapd). Vorsicht vor Freundschaftsdiensten ist beim
kostenlosen Abtreten von Wohnraum geboten. Wer seine Wohnung ohne
Miete einem Dritten überlässt, kann keinen Mietausfall geltend
machen, wenn an der Wohnung ein Schaden entsteht. Das entschied das
Oberlandesgericht Bremen (Aktenzeichen: 3 W 14/12).

In dem Fall hatte es einen Wasserschaden in einer Wohnung
gegeben, die ein Mann seiner geschiedenen Frau und den Kindern
unentgeltlich überlassen hatte. Die Versicherung verweigerte die
Zahlung eines Mietausfalls, weil tatsächlich gar keine Miete gezahlt
wurde. Ein fiktiver Mietausfall sei nicht versichert, argumentierte
die Versicherung.

Das Gericht sah das auch so: Eine Mietausfallversicherung solle
einen Vermögensschaden durch die wegfallende Miete im Schadensfall
kompensieren, entschied das Gericht. Fließe keine Miete, die
wegfallen könne, gebe es im Umkehrschluss auch keinen Schaden, den
die Versicherung ersetzen müsse.

dapd.djn/T2012092402057/ome/K2120/mhs

(Bremen)