Potenzstörungen oder Erektile Dysfunktion, wie der medizinische Fachbegriff lautet, betrifft in Deutschland ein Fünftel aller Männer zwischen 30 und 80 Jahren. Bei den über 40 Jährigen klagt bereits jeder zweite über leichte Potenzprobleme. Damit ist die Erektile Dysfunktion die meist verbreitetste urologische Erkrankung.

Allerdings sind die Potenzprobleme nicht zu unterschätzen, denn laut Prof. Dr. Frank Sommer, weltweit einziger Professor für Männergesundheit am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, sollten Potenzprobleme „immer ernstgenommen werden und durch einen Arzt abgeklärt werden. Denn bei jedem zweiten Mann mit Potenzstörungen ist eine Herz-Kreislauf-Erkrankung die Ursache.“

Traditionell werden Potenzprobleme mit Mitteln behandelt, die mit einem Wirkstoff der PDE-5- Hemmer gefäßerweiternd fungieren und das Einströmen von Blut in den Penis erleichtert, wodurch die Erektion ermöglicht wird. Allerdings treten als typische Nebenwirkung der Potenzmittel Kopfschmerzen, Benommenheit, Sehstörungen oder auch Verdauungsprobleme auf. Die Abbruchquote der Patienten ist daher recht hoch und deshalb sucht die Medizin auch nach alternativen Therapieformen. Seit kurzem ist Alprostadil, eine synthetische Form des natürlichen Hormons Prostaglandin, auch als Creme erhältlich und löst damit die schmerzhafte Injektion des Wirkstoffs in den Schwellkörper ab.  Für Dr. Tobias Jäger, Facharzt der Urologie in Essen, stellt die Alprostadil eine neue attraktive Therapieform dar, insbesondere für Patienten, die aus medizinischen Gründen keine PDE-5-Hemmer nehmen dürfen, mit deren Wirkung unzufrieden sind oder über Nebenwirkungen klagen.

Generell zahlt sich jedoch auch für das Sexualleben im zunehmenden Alter aus, wenn Sie auf körperliche Fitness und eine bewusste Ernährung achten und Risikofaktoren wie Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum reduzieren.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.fuer-uns-maenner.de

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