Rein optische Beeinträchtigungen der Wohnung wie
Verfärbungen am Parkett berechtigen den Mieter nicht dazu, die Miete
zu mindern. Denn dieser Mangel führt nur zu einer unerheblichen
Minderung der Gebrauchstauglichkeit der Mietsache, urteilte das
Münchener Amtsgericht.

München (dapd). Rein optische Beeinträchtigungen der Wohnung wie
Verfärbungen am Parkett berechtigen den Mieter nicht dazu, die Miete
zu mindern. Denn dieser Mangel führt nur zu einer unerheblichen
Minderung der Gebrauchstauglichkeit der Mietsache, urteilte das
Münchener Amtsgericht.

Im verhandelten Fall hatte ein Ehepaar festgestellt, dass sich in
zwei Zimmern unterhalb der Balkontüren Feuchtigkeit sammelte und in
die erste Parkettreihe eindrang. Dies teilten die Mieter ihrer
Vermieterin mit und minderten die Miete um fünf Prozent.

Das Gericht argumentierte, dass die Minderungsbefugnis eines
Mieters dann ausgeschlossen sei, wenn die Tauglichkeit der Mietsache
zum vertragsgemäßen Gebrauch durch den Mangel nur unerheblich
gemindert werde. Die Mieter mussten die ausstehende Miete
nachzahlen.

(AZ: 474 C 2793/12)

dapd.djn/T2012100403104/kaf/K2120/mwo

(München)