Die Kosten eines Rechtsstreits können
Werbungskosten sein, wenn die Auseinandersetzung mit dem Job zu tun
hat. Der Bundesfinanzhof sieht dabei auch die Kosten für einen
Vergleich vor Gericht als steuerlich absetzbare Werbungskosten an.

München (dapd). Die Kosten eines Rechtsstreits können
Werbungskosten sein, wenn die Auseinandersetzung mit dem Job zu tun
hat. Der Bundesfinanzhof sieht dabei auch die Kosten für einen
Vergleich vor Gericht als steuerlich absetzbare Werbungskosten an.

In dem Fall musste ein Geschäftsführer wegen Verletzung seiner
Schweigepflicht 60.000 Euro Schadenersatz zahlen, die das Finanzamt
und das Finanzgericht nicht als Werbungskosten anerkennen wollten.
Der Bundesfinanzhof sah das anders: Auch wenn der Geschäftsführer
gegen seine Schweigepflicht verstoßen habe, liegt ein Zusammenhang
mit der Berufstätigkeit vor. Damit zählt die Zahlung zu den
Werbungskosten, die steuerlich anerkannt werden müssen.

(Aktenzeichen: Bundesfinanzhof VI R 23/10)

dapd.djn/T2012072401728/ome/K2120/rad

(München)