Beim Abschluss einer Risikolebensversicherung
möchten Verbraucher möglichst wenig falsch machen. Das liegt in der
Natur der Sache. Denn wenn die Police zur Auszahlung kommt, haben
die Hinterbliebenen naturgemäß ganz andere Sorgen, als sich mit
Versicherungsproblemen auseinanderzusetzen. Aber worauf sollten sie
sinnvollerweise rechtzeitig achten?

Berlin (dapd). Beim Abschluss einer Risikolebensversicherung
möchten Verbraucher möglichst wenig falsch machen. Das liegt in der
Natur der Sache. Denn wenn die Police zur Auszahlung kommt, haben
die Hinterbliebenen naturgemäß ganz andere Sorgen, als sich mit
Versicherungsproblemen auseinanderzusetzen. Aber worauf sollten sie
sinnvollerweise rechtzeitig achten?

Ratsam ist es beispielsweise, eine Dynamik zu vereinbaren. Damit
stellen Kunden sicher, dass die Versicherungssumme mit steigenden
finanziellen Ansprüchen mitwächst. Nach oben geht allerdings auch
der Beitrag, der mit steigendem Alter stärker wächst als die
Versicherungssumme.

Zwtl.: Dynamik lässt sich ausschalten

Trotzdem sollte beim Abschluss einer Police eine Dynamik
vereinbart werden. Denn die Dynamik kann auch ausgeschaltet werden,
indem der Kunde sechs Wochen nach Zugang der Mitteilung dagegen
schriftlich Widerspruch einlegt. Das ist sogar zweimal in Folge
möglich.

Erst bei der dritten Ablehnung in Folge erlischt die Option, die
Versicherungssumme weiterhin anzupassen. Das sollten sich Betroffene
allerdings gut überlegen: Denn ohne Dynamik ist eine Anpassung der
Versicherungssumme während der Vertragslaufzeit oft nur nach einer
erneuten Gesundheitsprüfung möglich – und dann werden in der Regel
empfindliche Zuschläge fällig.

Zwtl.: Ehrlichkeit ist bei Gesundheitsfragen ein Muss

Wer eine Lebensversicherung abschließen will, muss immer
Gesundheitsfragen beantworten. Das ist Standard. Bei hohen
Versicherungssummen von mehr als 200.000 Euro oder bei bereits
festgestellten Vorerkrankungen gehen die Versicherer gerne auf
Nummer sicher und bestehen oft auf einer ärztlichen Untersuchung.

Gerade bei Bestehen einer Vorerkrankung ist das noch nicht einmal
die schlechteste Lösung, weil Antragsteller so nicht Gefahr laufen,
durch als Falschangaben gewertete Aussagen zu ihrem
Gesundheitszustand den Risikoschutz zu gefährden. Am sinnvollsten
ist eine Untersuchung beim Hausarzt, der auch die Krankenakten
einsehen und so ein umfassendes Gesundheitsbild abgeben kann.

Zwtl.: „Verbundene Leben“ nicht immer die beste Wahl

Die Risikolebensversicherung als „Verbundene Leben“ wahrzunehmen,
ist günstiger, als zwei Einzelpolicen abzuschließen: Mit dieser
Aussage werben die Vertreter immer wieder. Allerdings wird bei der
„Verbundene Leben“ die Versicherungssumme auch nur einmal
ausgeschüttet – nämlich für den zuerst Sterbenden.

Sinnvoll ist ein solcher Vertrag somit nur dann, wenn der andere
Partner nach dem Tod nicht mehr versichert werden muss – etwa der
Geschäftspartner oder der überlebende Ehegatte, der keinen
Todesfallschutz mehr benötigt. Für Familien mit Kindern hingegen ist
die Police nicht zu empfehlen, da in dieser Familien-Konstellation
immer beide Eltern eine eigene Absicherung brauchen.

Zwtl.: Die richtige Wahl bei Bauherren-Policen treffen

Oft werden Baufinanzierungen an den Abschluss einer
Risikolebensversicherung gekoppelt. Solche Policen sehen dann eine
fallende Versicherungssumme vor, die in dem Maße abnimmt, in dem
auch die Darlehenssumme geringer wird. Sinnvoll sind solche Verträge
meistens jedoch nicht. Zum einen sind die Bauherren-Policen oft zu
teuer. Zum anderen ist die richtige Absicherung des Todesfallrisikos
eine Frage des gesamten Finanzbedarfs über die Baufinanzierung
hinaus.

Das heißt: Wenn bereits ausreichend Risikoschutz für den
Todesfall besteht, müssen Bauherren nicht noch weitere
Versicherungen abschließen, die ausschließlich das
Finanzierungsrisiko der Immobilie abdecken. Und wenn dafür eine
Versicherung abgeschlossen werden soll, so ist es in jedem Fall
ratsam, den Bedarf selbst zu ermitteln und sich den günstigsten
Versicherer zu suchen.

dapd.djn/T2012111900669/ome/K2120/mhs

(Berlin)