Rund vier Millionen Motorräder hat das
Kraftfahrtbundesamt in Flensburg registriert, und für die wohl
meisten Besitzer der Bikes beginnt demnächst wieder die Saison. „Vor
der ersten Spritztour sollte allerdings für Mensch und Maschine ein
gründlicher Frühlings-Check auf dem Plan stehen“, sagt Ulrich Köster
vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn.

Losheim am See (dapd). Rund vier Millionen Motorräder hat das
Kraftfahrtbundesamt in Flensburg registriert, und für die wohl
meisten Besitzer der Bikes beginnt demnächst wieder die Saison. „Vor
der ersten Spritztour sollte allerdings für Mensch und Maschine ein
gründlicher Frühlings-Check auf dem Plan stehen“, sagt Ulrich Köster
vom Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK) in Bonn.

Die Maschine muss fit sein – und auch der Mensch. „Am besten
startet man mit einigen Übungen, auf einem Verkehrsübungsplatz oder
sogar bei einem Fahrsicherheitstraining. Anfangs sollten es erst
einmal kürzere Touren sein, bis Mensch und Maschine wieder perfekt
harmonieren“, rät Köster.

Hans-Georg Marmit von der Sachverständigenorganisation KÜS in
Losheim am See empfiehlt vor dem Start einen Rundgang ums Bike: „Ist
alles noch da, wo es hingehört? Hat sich nichts wesentlich
verändert?“ Nach den ersten Eindrücken beginnt dann der genauere
Check. „Überlebenswichtig ist der einwandfreie Zustand von Reifen
und Bremsen“, betont Hans-Ulrich Sander, Motorrad-Experte beim TÜV
Rheinland und selbst passionierter Motorradfahrer.

So sollte das Profil der Gummis deutlich über den gesetzlichen
Mindestanforderungen (1,6 Millimeter) liegen. Der Zustand der Pneus
lässt sich am besten bei aufgebockter Maschine untersuchen. Dabei
die Räder langsam von Hand drehen und nachsehen, ob Risse, poröse
Stellen oder eingefahrene Gegenstände einen Wechsel notwendig
machen.

„Fabrikneue Reifen müssen in der Regel vorsichtig eingefahren
werden, bis sie genügend Grip aufgebaut haben“, sagt Sander. Wichtig
für die Fahrstabilität sei es, den korrekten Luftdruck am kalten
Reifen zu kontrollieren.

Zwtl.: Alter der Reifen ist immer ein Thema

„Bei saisonal bewegten Fahrzeugen ist das Reifenalter immer ein
Thema“, sagt KÜS-Sprecher Marmit. Ein alter, harter Reifen habe
wenig Haftung auf der Straße. „Bis sechs Jahre kann der Reifen
bedenkenlos gefahren werden, dann sollte man ihn wechseln“, rät er.

Auskunft über das Reifenalter gibt die sogenannte DOT-Nummer auf
der Flanke des Pneus. Bei einer vierstelligen DOT-Nummer bezeichnen
die beiden letzten Ziffern das Baujahr. Beim Reifenkauf sollte man
darauf achten, ob eine Fabrikationsbindung für das entsprechende
Motorrad besteht, also ob ein bestimmtes Reifenfabrikat definitiv in
den Fahrzeugpapieren vorgeschrieben ist.

Auf die To-do-Liste gehört zudem eine Kontrolle des Öls und
gegebenenfalls des Kühlkreislaufs. Die Dichtigkeit muss
gewährleistet sein.

Einen besonderen Hinweis hält KÜS-Sprecher Marmit für die mit
Treibstoffgemisch betriebenen Krafträder bereit: „Über Winter können
sich Benzin und Öl wieder trennen. Das muss dann komplett
ausgetauscht werden.“ Die Kontrolle von Öl- sowie Luftfilter und
nötigenfalls der Austausch bewahren den Biker vor unliebsamen
Überraschungen.

Die Batterie sollte geladen sein, die Pole ausreichend
eingefettet. Gelenke und Seilzüge am Motorrad müssen ebenfalls gut
geölt, leicht und freigängig zu bedienen sein.

Zwtl.: Auch bei der Montur auf Sicherheit achten

Für die Sicherheit ist zudem die Kontrolle von Antriebskette,
Bremsen und Beleuchtung unbedingt notwendig. Beläge und Scheiben der
Bremsanlage müssen die nötige Stärke haben. Die Bremsflüssigkeit
sollte ausreichend und ihre Qualität geprüft sein. „Eine gereinigte,
geölte und mit zwei Fingerbreit Spiel – geprüft bei Fahrer im Sattel
sitzend – montierte Kette ist optimal“, sagt Marmit.

„Für den Saisonstart lohnt sich darüber hinaus ein Blick auf die
Ausrüstung“, ergänzt ZDK-Sprecher Köster die Reihe der Ratschläge.
Denn Jacke, Hose oder Kombi, Stiefel, Helm und Handschuhe seien für
den Ausflug unverzichtbar. Wichtig ist auch: „Für eine gute Sicht
sind Kratzer auf dem Helmvisier tabu, und ein beschädigtes sollte
ausgetauscht werden“, mahnt der Fachmann.

dapd.djn/T2013032500174/nom/K2120/mwa

(Losheim am See)