Der Schutzverband der
Schwarzwälder Schinkenhersteller geht juristisch gegen die
Verbraucherorganisation Foodwatch vor. Mit einer
Unterlassungsaufforderung wehrt sich der Verband gegen „vorsätzlich
unwahre und rufschädigende Behauptungen“, wie der Schutzverband am
Mittwoch in Villingen-Schwenningen mitteilte.

Villingen-Schwenningen (dapd). Der Schutzverband der
Schwarzwälder Schinkenhersteller geht juristisch gegen die
Verbraucherorganisation Foodwatch vor. Mit einer
Unterlassungsaufforderung wehrt sich der Verband gegen „vorsätzlich
unwahre und rufschädigende Behauptungen“, wie der Schutzverband am
Mittwoch in Villingen-Schwenningen mitteilte.

Hintergrund ist der Vorwurf von Foodwatch, wonach der Schinken
„auch aus Timbuktu“ stammen könne. Die Organisation will eigenen
Angaben nach damit auf einen Regional-Schwindel aufmerksam machen
und kritisiert, „dass lediglich einzelne Produktionsschritte im
Schwarzwald erfolgen müssen, die Schweine aber überall auf der Welt
gehalten und geschlachtet werden dürfen“.

Der Schutzverband erklärte hingegen, die Schweine für die
europaweit geschützte geografische Angabe Schwarzwälder Schinken
stammten aus zertifizierten EU-Betrieben. Dem mündigen Verbraucher
sei wohl bewusst, dass in den Tälern und Bergen der touristisch
geprägten Region Schwarzwald bis heute Schweinezucht nur für den
bäuerlichen Eigenbedarf betrieben werde. Deshalb würden zusätzlich
Schweine aus ganz Baden-Württemberg, aus Deutschland und auch aus
den angrenzenden europäischen Ländern verarbeitet.

dapd.djn/T2013031301431/mpc/pon

(Villingen-Schwenningen)