Spargel ist das saisonale Lieblingsgemüse der Deutschen. War es früher noch das Gemüse armer Leute, ist es heute ein echtes Gourmetgemüse, das einfach köstlich, gesund und vielfältig in der Zubereitung ist.

Die Spargelsaison ist eröffnet! Noch bis Ende Juni/Anfang Juli können wir uns auf leckeren Spargel freuen. Ob Feinschmecker, Hobbyköche oder Profis: Alle lieben Spargel. Doch wo kommt Spargel eigentlich her, worin besteht der Unterschied zwischen grünem und weißem Spargel, wie wird er zubereitet und welche Nährwerte hat Spargel. Bei uns erfahren Sie alles Wissenswerte rund um die saisonale Gaumenfreude Spargel.

Die Geschichte des Spargels
Schon die Römer und Griechen liebten Spargel. Asparagus‘ ist der botanische Name, der sich vom griechischen Wort ‚asp(h)áragos‘ ableitet. Das steht für junger Trieb, der bei den Griechen auf den Teller kam. Die Römer hielten den Spargel sogar für eine Heilpflanze. Nach dem Untergang des römischen Reiches, erlebte der Spargel erst im 16.Jahrhundert sein Comeback und fand den Weg über die Alpen. Jeder Bauer fing an das leckere Gemüse in seinem Garten anzupflanzen und so wurde Spargel zu einem beliebten Gemüse bei den Ärmeren der Gesellschaft. Heute ist Spargel eine Delikatesse und gehört zu den teuersten Gemüsesorten.

Der Spargel Frische-Test
Wer auf dem Wochenmarkt Spargel kauft erwartet diesen frisch vom Feld. Doch wie erkennt man den? Dafür einfach zwei weiße Spargelstangen aneinander reiben. Wenn sie quietschen ist der Spargel frisch. Auch die Enden und Spitzen sollten seidig schimmern und nicht trocken aussehen. Zu Hause sollten Sie den Spargel in ein feuchtes Küchentuch wickeln und in den kalten Keller oder in das Gemüsefach des Kühlschranks legen. Bei grünem Spargel sollten die Spargelenden in ein Wasserbad gestellt werden. So können Sie ihren Spragel bis zu drei Tage aufbewahren.

Grüner vs. weißer Spargel?
Grüner Spargel wächst oberirdisch und wird aufgrund der Fotosynthese grün. Weißer Spargel reift komplett unterirdisch. Grüner Spargel hat mehr Vitamin C und Karotin als weißer. Der Geschmack ist kräftiger und bissfester. Grüner Spargel muss außerdem nicht komplett geschält werden, es reicht sogar bei besonders dünnem grünen Spargel nur die Enden abzuschneiden. Weißer Spargel muss dagegen vollständig geschält werden damit er seinen Geschmack richtig entfalten kann und keine Bitterstoffe abgibt. Weißer genauso wie grüner Spargel lässt sich kochen, braten oder sogar roh essen.

Spargel ist ein Schlankmacher
Spargel besteht zu 93 Prozent aus Wasser. Und hat nur ca. 18 Kalorien pro 100 Gramm. Außerdem enthält er 0,1 Gramm Fett, 1,9 Gramm Kohlenhydrate und 2,1 Gramm Proteine, Kalium, Phosphor, Kalzium, Folsäure und die Vitamine A, B1, B2, C, E. Damit ein Spargelgericht auch kalorienarm bleibt kommt es auf die Zubereitung an. Klassiches Spargelessen wie Schinken, Kartoffeln und Sauce Hollandaise machen es kalorienreich.

Spargel-Smoothie
Die meisten von uns essen Spargel gekocht oder gebraten. Aber auch roh schmeckt das Stangengemüse sehr lecker. Ob im Salat oder zu einem Gemüse-Smoothie verarbeitet. Als Rohkost ist Spargel besonders harntreibend und damit entwässernd.

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