Die gemeinnützige Stiftung Warentest erwartet
erstmals einen Jahresverlust. Die 1964 gegründete und dem
Verbraucherschutz verpflichtete Einrichtung geht in ihrer Planung
von einem Minus am Ende dieses Jahres in Höhe von 1,35 Millionen
Euro aus, wie Stiftungsvorstand Hubertus Primus der Zeitung „Welt am
Sonntag“ sagte.

Berlin (dapd). Die gemeinnützige Stiftung Warentest erwartet
erstmals einen Jahresverlust. Die 1964 gegründete und dem
Verbraucherschutz verpflichtete Einrichtung geht in ihrer Planung
von einem Minus am Ende dieses Jahres in Höhe von 1,35 Millionen
Euro aus, wie Stiftungsvorstand Hubertus Primus der Zeitung „Welt am
Sonntag“ sagte. „Wie hoch das Minus am Ende des Jahres tatsächlich
ist, müssen wir abwarten“, fügte Primus hinzu.

Das Defizit der Stiftung, die die werbefreien Zeitschriften
„Test“ und „Finanztest“ herausgibt, geht dem Zeitungsbericht zufolge
auf sehr niedrige Erträge aus Stiftungskapital zurück. Der Bund
hatte das Kapital der Stiftung ab 2009 massiv aufgestockt und
gleichzeitig die jährlichen Zuschüsse an die Waren- und Finanztester
abgesenkt.

Allerdings erwartete die Bundesregierung seinerzeit eine
Verzinsung des Stiftungskapitals von fünf Prozent. Diese ist
angesichts des niedrigen Zinsniveaus derzeit aber nicht zu
erreichen. Nach eigenen Angaben wies der Stiftungsvorstand das
Verbraucherschutzministerium frühzeitig auf die dieses Jahr
drohenden Finanzschwierigkeiten hin.

dapd.djn/T2012102700690/jvo/sl

(Berlin)