Existenzgründerseminare sollen potenzielle
Unternehmer fit für die Selbstständigkeit machen. Allerdings bieten
viele Kurse allenfalls Mittelmaß, wie die Stiftung Warentest
herausfand.

Berlin (dapd). Existenzgründerseminare sollen potenzielle
Unternehmer fit für die Selbstständigkeit machen. Allerdings bieten
viele Kurse allenfalls Mittelmaß, wie die Stiftung Warentest
herausfand. So waren etliche der 36 getesteten Angebote nicht auf
die Bedürfnisse der Kursteilnehmer zugeschnitten und informierten
beispielsweise ausführlich über Möglichkeiten der
Personalbeschaffung, nicht jedoch über die für Gründer viel
wichtigere Gestaltung von Businessplänen. Zudem wurden Kurse
willkürlich gekürzt, wie die Tester kritisieren.

Bester bundesweiter Anbieter war der Zeitschrift „Test“ zufolge
Mennesclou. Regional überzeugten im Norden die Kurse von LeinenLos,
im Süden erhielten die Angebote der Handwerkskammer Pfalz und der
IHK Akademie München und Oberbayern gute Bewertungen. Im Westen der
Republik empfehlen die Tester dbt und das
Institut-GründungsOffensive.de, im Osten das
Gründer-Unternehmer-Zentrum in Leipzig.

Doch müsse angehenden Selbstständigen klar sein, dass alle
Einführungsseminare nur einen Überblick über die wesentlichen Themen
geben könnten, erklärt die Stiftung. Eine individuelle Beratung und
eigene Recherchen, zum Beispiel auf einschlägigen Gründerportalen im
Internet, ersetze ein Basislehrgang keinesfalls.

Der Testbericht ist im Internet kostenpflichtig (2,50 Euro) unter
http://www.test.de/bildung-beruf/ abrufbar.

dapd.djn/T2012111302609/rog/K2120/mwa

(Berlin)