Eine vegane Ernährung bedeutet für viele Verzicht auf bestimmte Lebensmittel. Kaffee ohne Milch, Brot ohne Butter und Lasagne ohne Hackfleisch können sich viele nicht vorstellen. Gemüse, Früchte und Körner stehen auf einem veganen Speiseplan. Doch was bedeutet eine vegane Ernährung und bringt sie auch Vorteile mit sich? Bei uns erfahren Sie mehr über die Alternative sich vegan zu ernähren!

Der Mensch ist ein Fleischesser
Von Natur aus ist der Mensch ein Allesfresser. Das zeigt auch die Anatomie des menschlichen Körpers. Denn Pflanzenfresser haben mehrere Mägen und einen längeren Darm. Auch die Größe des menschlichen Gehirns deutet daraufhin, dass Menschen im Laufe der Evolution begonnen haben Fleisch zu essen. Denn Samen, Früchte und Gemüse liefern nicht genug Eiweiß und Kalorien um das Gehirn zu versorgen.

Fehlt es veganer Ernährung an Nährstoffen?
Wer sich vegan ernährt läuft auf jeden Fall Gefahr nicht genügend Eiweiß, Eisen, Kalzium, Jod und Vitamin B12 zu sich zu nehmen. Veganer müssen besonders aufpassen, da sie stets durch diese ristriktive Ernährung ein erhöhtes Osteoporoserisiko haben.

Salat, Gemüse und Obst enthalten zwar auch Kalzium. Unser Körper kann pflanzliches Eiweiß aber schwerer aufnehmen als tierisches.

Auch fehlt es Veganern oft an ausreichend Jod, Vitamin D, B2 und B12, und sie haben zunehmend einen zu niedrigen Eisengehalt im Blut. Zwar enthalten auch pflanzliche Produkte Eisen. Jedoch liegt dieses Mineral in einer anderen chemischen Verbindung vor als tierisches Eisen. Es muss erst von unserem Körper umgewandelt werden bevor es gespeichert werden kann.

Den eigenen Körper kennenlernen
Daher muss ein Veganer seine Ernährung besonders gut planen und über viele Prozesse im Körper Bescheid wissen. Und das kann so aussehen: Jod lässt sich durch jodiertes Speisesalz aufnehmen, Vitamin B2 ist in Spinat, Spargel und Brokkoli enthalten und Kalzium steckt in Hülsenfrüchten und Nüssen. Mit Hilfe von Tofu oder Bohnen lässt sich der Eiweißbedarf decken.

Vitamin B12 dagegen ist schwerer zu ersetzen, da es ausschließlich in tierischen Produkten vorkommt. Chlorella und Nori enthalten zwar viel Vitamin B12 aber ob unser Körper es aufnehmen kann, ist nicht bekannt. Daher muss Vitamin B12 in tablettenform eingenommen werden. Dies gilt auch für Vitamin D besonders im Winter wenn die Sonne nicht scheint.

Eisen lässt sich über Getreideprodukte, Nüsse und Samen, Trockenobst, Spinat und Rucola aufnehmen.

Wichtig: Schwangere und stillende Mütter sollten sich nicht vegan ernähren, da es zu einer Nährstoffunterversorgung kommen kann und dadurch das Ungeborene oder Neugeborene in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Fehlgeburten sind nicht ausgeschlossen. Auch Kinder, die sich im Wachstum befinden sollten sich nicht vegan ernähren, da sie gewisse Nährstoffe brauchen um zu wachsen.

Bildrechte: © seralex / Fotolia.com